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Zombie - The Resurrection (1997)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 04.10.2009, seitdem 408 Mal gelesen



Was zur Hölle war denn bitte das mal wieder für ein oberpeinlicher Murks? Deutschlands Splatterpapste haben wohl für jene Nachwuchsregisseure ein Gesetz geschrieben, dass das Filmdebut oder zumindest im Repertoire eines von sich selbst überzeugtem Amateurprollfilmers ein ultraschäbiger Zombiestreifen vorkommen muss. Eins vorweg gesagt: Zombie - The Resurrection ist ultradämlicher Mist, die 2 Punkte hat er sich nur verdient, da ich mit Jochen Taubert (Piratenmassaker, Ich piss auf deinen Kadaver) schon weitaus schlechteres gewohnt bin.

In Erwartung einen recht ambitionierten und recht gut durchdachten Amateurzombiestreifen zu sehen, verliess ich mich nahezu blind auf die recht vor Endzeitstimmung triefenden Inhaltsangabe auf der Coverrückseite und die teilweise vor Begeisterung ausufernden Reviews diverser Vorredner. Wie unterhaltsamer und storyloser Billigamateursplatter in Deutschlands Wäldern funktioniert, beweist zb. Knochenwald, doch Holger Breiners Zombie - The Resurrection, ist dann einer dieser Schmalspurproduktionen, die von der ersten Szene an schon nerven.

In der Anfangssequenz verbreitet sich dabei schon ein wenig Untergangsfeeling, denn recht schlecht geklaut wird gewisse Szenerie aus Dawn of the Dead nachgeahmt. Die Inszenierung erweist sich dabei nur als allzu chaotisch und wild, ohnehin scheinen die Prolldarsteller nicht zu wissen, wo sie denn hin sollen, wogegen die peinlich agierenden Zombies recht munter sonderbare Geräusche von sich geben. Von einem roten Faden kaum zu sprechen, genauso wenig Feingefühl für Timing und Zusammenhänge im Plot. Und weil der genauso dämlich doofe Deutsche vor der Glotze, lilaeingefärbte Bettlaken, getarnt als Gedärm begutachten möchte, darf der Aufräumungstrupp natürlich erst dann schiessen, wenn Zombielein mit Fastnachtsschminkmake - up erstmal ordentlich gespeisst hat.

Für all jene, die bis jetzt immer noch ihre Gehirnzellen versuchen zu nutzen, werden sich vor Schamgefühl übergeben müssen, dieses Machwerk gerade am Laufen zu haben. Und in der Tat ist man öfters mal gewillt sich dabei an den Kopf zu fassen und "Oh Gott" zu schreien. Warum ich die Story bewusst nicht erwähne, sollte klar sein, da es schlicht und einfach keine gibt. Sie wird zwar indes mit Textafeln beschrieben, aber auch mit diesen macht das keinen Sinn. Fragwürdig ist bei der ganzen Storyarmut nur, warum man sich überhaupt Gedanken darum gemacht hat eine angebliche Geschichte zu schreiben, wenn sich der ganze Ablauf eh bloss auf zusammenhanglose Zombieattacken und dämliche Dialoge beschränkt.

Der Zeitsprung von 2015 auf 2017 ist dabei insofern auch unbemerkt an uns vorbeigegangen, der Wechsel aus der Zombieverseuchten Grossstadt (???), wo Chaos und der 3. Weltkrieg (???) tobt, wird nur deutlich gemacht, wenn plötzlich eine recht korpulente Frau nackig, mit idyllischen Score unterlegt, in einem utopisch schönem See schwimmt. Yes, da kann sich der unterbelichtete Deutsche dran ergötzen, ist Sex & Gore doch der antreibende Faktor für einfältige Amateurproduktionen. Von Professionalität, wie es ein gewisser Reviewschreiber vor mir meint, keine Spur, vorallem wenn dann blitzschnell wieder zu einem Zombie irgendwo im Wald unterlegt mit Metalgedudel gewechselt wird. 

A propos billige Dialoge: Geredet wird zum Glück wenig, wenn dann aber recht platt und zusammenhangloses Zeugs, bis das sich die Balken biegen. Indes ist der Ton der Leute viel zu leise, wohingegen das unpassende und ultranervige Gestöhne der Zombies jedem noch so halbwegs denkenden Menschen die Weissglut ins Gesicht treiben dürfte. Einziger Lichtblick in diesem peinlichen Werk ist dann wohl jene Szene, in der die einzigen Überlebenden Bisamratte und Schlange zum Mittagessen vorbereiten. Soll wohl dramatisch rüberkommen und die ausweglose Situation der Menschen schildern. Ist klar... Genauso lustig sind dabei aber wieder jene Splattereffekte, in denen mit rot eingefärbten Kuchenstückchen um sich geschmissen wird, Blut aus dem Off in Gesichter spritzt und an Plastikhändchen rumgeknabbert werden darf. Eine Schande, aber vermutlich ging das ganze Budget in die Kosten des Zombie Make - Ups.

Fazit:
Ultraschäbiger, peinlicher, chaotisch schlechter Amateurzombiesplatter aus deutschen Landen. Billige Splattereffekte (???), Technogedudel und peinliche Darsteller vermengt in einem ideenlosen und zusammenhanglosen Murks. Für unterbelichtete Prolls, die genauso aussehen wie die Darsteller wahrscheinlich die Offenbarung, aber da würd ich dann doch lieber zu Knochenwald, Premutos oder Bad Taste greifen.

17%


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