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A-Team - Der Film, Das (2010)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 18.01.2011, seitdem 529 Mal gelesen



In den Achtzigern gab es so einige Vorabendserien, denen man von Herzen entweder ein Revival oder einen Langzeitfilm gönnen würde, - vieles davon wird mittlerweile von den Mittdreißigern, Anfang Vierziegern als Kult betrachtet, auch wenn man aus heutiger Sicht preiswerte Produktionen und austauschbare Geschichten ausmachen kann.
Ersteres bietet der Actioner gewiss nicht, denn das Budget ist beträchtlich, doch austauschbar ist die Story in jeder Hinsicht…

…denn es geht um Druckplatten für Geldscheine, die zunächst in Bagdad eingesammelt, doch dann mit einem Trick in die falschen Hände gespielt werden. Hannibal, B.A, Face und Murdock werden zu Unrecht ins Militärgefängnis gesteckt, doch die Befreiungsaktion lässt nicht lange auf sich warten und kurz darauf führt das Team eine heiße Spur nach Deutschland…

…in dem der Kölner Dom plötzlich in Frankfurt steht, Frankfurter Kennzeichen „FF“ haben und an Polizeiuniformen „politi“ zu lesen steht.
Das sind nur Ansätze der langen Latte an Regiefehlern, die auch einige physikalische Unwahrscheinlichkeiten beinhalten. Da man auf Details der Geschichte ohnehin kaum achtet und eigentlich nur auf die nächste Krawumms-Szene wartet, fällt das nicht sonderlich ins Gewicht, schon eher, dass es nicht allzu viele Andeutungen zur Original-Serie gibt und lediglich einige kleine Cameos zu leichtem Schmunzeln führen.

Die Geschichte an sich wirkt dann auch eher wie ein recht seelenloser Thriller, zwar mit einer Menge Schauplatzwechsel und zahlreichen explodierenden Fahrzeugen und Gebäuden, doch im Gesamtbild hat man den Eindruck, als sei die logische Verlaufslinie nicht immer eingehalten worden, teilweise fühlen sich Szenen wie Fragmente eines Teasers an.
Häufig werden Szenen vorweggenommen, manchmal zelebriert man förmlich Planungen bestimmter Operationen, um dann mittendrin einzusteigen, nachdem man bruchstückhafte Momente zum Besten gab. Taktisch eher unklug.

Darüber hinaus ist die Chose zwar treffend besetzt und bietet mit Jessica Biel eine Niedliche, doch einer wie Liam Neeson als Hannibal wirkt da eher deplatziert und schauspielerisch unterfordert, was zuweilen ein leichtes Schmunzeln auslöst, während die Rangeleien zwischen B.A. und Murdock nicht immer zünden.
Überhaupt ist der Humorfaktor im Vergleich zum Original recht gering, - da hätte zuweilen etwas Situationskomik gut getan.

Im Gesamtbild bietet der Streifen eher etwas für ausgemachte Actionfans, die handlungstechnisch weder Innovationen, noch Originalität und anderweitige Überraschungen erwarten.
Er fährt zwar ein hohes Tempo und bietet sauber inszenierten Krawall, bleibt aber in Sachen Atmosphäre und Suspense recht zurückhaltend, vor allem aber: Der Geist der Original-Serie kommt nicht wirklich zum Vorschein.
Unterhaltsam ja, aber nur bedingt eine Hommage ans Vorbild.
5 von 10


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