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Cabin in the Woods, The (2012)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 26.08.2012, seitdem 1813 Mal gelesen



Völlig unvoreingenommen kann man fast schon nicht mehr an „Cabin in the Woods“ herangehen, denn jedes unbedachte Wort eines Kritikers könnte die komplette Quintessenz vorwegnehmen, was eine Besprechung nicht unbedingt erleichtert. Vielleicht ist es nicht der ganz große Wurf des Regiedebütanten Drew Goddard, da er zuweilen etwas zu kalkuliert und ein wenig selbstverliebt an die Inszenierung herangeht, doch für frischem Wind im Genre kann man auf jeden Fall dankbar sein.

Es ist die Story, die man als Genrefan des Teenie-Slashers bereits gefühlte zweitausend Mal gesehen zu haben wähnt und das mit allen Klischees: Teens in der Waldhütte, es gibt den Drogentypen und Philosophen, das ehemalige Paar, den obligatorischen Zwischenstopp an der Tanke mit dazugehörigem Redneck und selbst auf eine Einlage von „Wahrheit oder Pflicht“ wird nicht verzichtet.

Dass dennoch etwas anders ist, verheimlicht die Erzählung keineswegs, denn bereits nach fünf Minuten wird ein paralleler Handlungsstrang ins Spiel gebracht, welcher zusehends verdeutlicht, es mit einer etwas anderen Form des gängigen Horrorstreifens zu tun zu haben.
Man ahnt Details und Hintergründe und doch dürfte man kaum auf die freche Pointe kommen, denn trotz Zombietreibens, Fund eines Tagebuchs und den episodenhaften Enthüllungen innerhalb beider Erzählstränge ist der Bruch mit den Genrekonventionen ziemlich clever konzipiert.

Primär im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse und das bis dato ohnehin recht zügige Erzähltempo mutiert zu einem bewussten Chaos kreativer Einfälle, von denen einige im Getümmel untergehen und der Einsatz von CGI (teilweise hervorragend, anderweitig absichtlich schlecht in Szene gesetzt) ein wenig überladen daherkommt.

Dabei fallen die darstellerischen Leistungen allenfalls durchschnittlich aus, so dass niemand hervorsticht, was ebenfalls zur Komposition des Stoffes zählen dürfte, allein, um nicht von der Story abzulenken und den Querverweis zu liefern, wie austauschbar Mimen in diesem Subgenre meistens eingesetzt werden.

„Cabin in the Woods“ ist ein durchaus intelligenter, unterhaltsamer Streifen, der mit einigem Augenzwinkern eine gesunde Portion Humor mitbringt, ein ums andere Mal überrascht und mit lediglich drei, vier expliziten Gewalteinlagen deutlich gegen die Welle des Folterfilms schwimmt. Für Genrefans gibt es viel zu entdecken und auch wenn das erste Drittel nicht sonderlich skurril oder gar mitreißend erscheint, so kommt es zum Showdown knüppeldicke.
Eine Hommage, die man sich bedenkenlos geben kann.
7 von 10


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