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Cabin in the Woods, The (2012)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 05.02.2013, seitdem 448 Mal gelesen



 The Cabin in the Woods
(Universum Film©)

Ab 01. Februar 2013 auf DVD und Blu-ray, sowie als Video on Demand erhältlich!

Mit: Chris Hemsworth (The Avengers), Kristen Connolly, Fran Kranz,
Richard Jenkins, Jesse Williams, Tim De Zarn

Regie: Drew Goddard (Cloverfield)

Ein Partywochenende in einer einsamen Hütte im Wald mitten im Nirgendwo soll es werden, fernab der Zivilisation, kein Handy-Empfang, kein Internet, kein Mensch weit und breit. Nur fünf Freunde und eine Auszeit vom College.

Zunächst wirkt die Hütte auch wie die Erfüllung aller Verheißungen. Doch dann entdecken die Freunde den verborgenen Zugang zu einem Keller – und als die Neugier gegen die Vernunft siegt, gehen sie zu fünft die knarzende Treppe hinab ins Dunkel ... Zur selben Zeit sitzen zwei Wissenschaftler weit entfernt in einem geheimen Labor tief unter der Erde und drücken ein paar Knöpfe.

Und doch ist nichts so, wie es am Anfang scheint. Mit einem Rundumschlag in Sachen Meta-Horror kehren
Joss Whedon (Drehbuch) und Drew Goddard (Regie), die erstmals bei der Serie Buffy – Im Bann der Dämonen zusammenarbeiteten, zurück. Vom Publikum geliebt und von der Kritik gefeiert, enthält der Film nichts von der Einfältigkeit bekannter Horrorszenarien, sondern zelebriert das Genre als blutspritzende Hommage an legendäre Teenie-Slasher-Filme wie Tanz der Teufel.

The Cabin in the Woods ist erstklassiges Genrekino mit einem Twist – der Film ist unterhaltsam, intelligent, paradox. Selten hat ein Film den Bogen so auf- und auch überspannt wie dieser hier. Lassen Sie sich überraschen!

Meinung zum Film:

Der geneigte Genre-Kenner weiß, dass der Name Joss Whedon für Qualität bürgt. Der Drehbuchautor, Produzent, Regisseur und Comic-Autor erzielte erste Erfolge mit seinen Geschichten um Buffy. Die Vampir-Jägerin, welche es ihm ermöglichten, an Serien wie Firefly oder Filmen wie Toy Story, Alien: Die Wiedergeburt und letztendlich dem überaus erfolgreichen The Avengers mitzuwirken. Alleine hier zeigt sich schon die große Bandbreite seines Schaffens, da er sich nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen lässt. Hier vorliegend haben wir den Film The Cabin in the Woods, der von Whedon produziert und mit dem Regisseur Drew Goddard (Autor von Cloverfield und Lost) gemeinsam geschrieben wurde. Hier zeigt sich auch direkt das breite Spektrum der Einflüsse, die beide Beteiligten in die Geschichte einfließen lassen und die letztendlich den Reiz dieses grandiosen Films ausmachen. Horror, der angereichert mit einer großen Portion bösen Humors und fantasievollen Wendungen in der Story aufwartet, lässt den Zuschauer immer im Unklaren, was als nächstes passieren wird. Auffallend ist hier sowohl der Ideenreichtum als auch das fundierte Wissen und der stilsichere Umgang mit den verschiedenen Genres, die hier zusammengesetzt werden, und ein stimmiges und fantastisches Gesamtwerk ergeben.

Die Blu-ray aus dem Hause Universum Film© glänzt durch eine saubere Bild- und Tonqualität, die den Film aus audio-visueller Sicht hervorragend präsentiert. Im Bonusbereich, welcher mit satten 127 Minuten angegeben wird, befinden sich neben verschiedenen Berichten zu den Effekten, der Animatronic und FX-Technik noch ein längeres Making of mit Interviews, einem Joss Whedon-Feature und dem kompletten Hauptfilm mit kleinen Einblendungen im unteren rechten Bildrand, wo von Cast & Crew bestimmte Momente des Films erläutert werden. Interessant ist das Feature Augmented Reality, welche hier erstmals bei Universum Film© zum Einsatz kommt. Um dieses Feature nutzen zu können, benötigt man ein Smartphone und die JUNAIO-App. Filmt man nun das Cover, erwacht die Hütte zum Leben und man kann mit bestimmten Kombinationen zum Beispiel Trailer freischalten. Eine nette kleine Spielerei!

The Cabin in the Woods ist ein Film, der mich auch beim zweiten anschauen genauso begeistert wie beim ersten Mal. Intelligent spielt er mit den Versatzstücken des Genres, kombiniert die Bausteine neu und erreicht so ein innovatives und herrlich unterhaltsames Gesamtkunstwerk. An manchen Stellen wirkt es, als hätte J.J. Abrahams „Evil Dead“ neu inszeniert, an anderen stellen spürt man die Faszination der Regisseure, die sich hier als große und kundige Fans des Genres outen. Ein komplett gelungener Versuch, die Mechanismen des Genres zu zerlegen und etwas komplett eigenständiges zu erschaffen, sich aber dabei gleichzeitig vor den Klassikern zu verneigen. Großartig!!

Christian Funke-Smolka


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