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Zwei außer Rand und Band (1977)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 07.02.2007, seitdem 1107 Mal gelesen



„Zwei außer Rand und Band“ ist ganz klar der wohl beste Film von Bud Spencer und Terence Hill. Obwohl es sich auch hier um eine italienische Produktion handelt wurde der Film in den U.S.A. gedreht, im sonnigen Florida.

Die beiden Arbeitssuchenden Wilbur Walsh (Bud Spencer) und Matt Kirby (Terence Hill) lernen sich ganz zufällig an den Docks eines Hafens von Florida kennen.
Da beide hier keine Arbeit finden, kommt Matt auf die Idee das er und Wilbur sich zusammenschließen sollten um so gemeinsam auf Arbeitssuche zu gehen. Doch leider erfolglos. Da beide kaum Geld in der Hosentasche haben planen sie einen Supermarkt zu überfallen. Jedoch missglückt die Aktion und beide landen zufällig in einer Polizeizentrale.
Von nun an werden beide gegen ihren Willen zu Polizeibeamten ausgebildet. Nach erfolgreicher Ausbildung gehen sie gemeinsam auf Streife um gegen Gesetzlose vorzugehen wie selbst sie noch vor nicht all zu langer Zeit waren.

Der Plot ist sehr einfach gestrickt, aber dafür verdammt lustig und unterhaltsam.
Schon die Anfangsszene ist einfach geil umgesetzt. Beide treffen zufällig an einem Hafen auf einander und jeder läuft auf den anderen zu. Dabei gibt es die typischen Zankereien zwischen beiden inkl. der üblichen Haudrauf Szenen, in denen mal wieder ein paar Ganoven auseinandergenommen werden.
Dabei wird auch mal gleich von jedem ein Auto verschrottet und später werden die Gauner von beiden gezwungen dasselbe mit ihren eigenen Autos zu tun. Dieser Running Gag zieht sich durch den ganzen Film.
Danach folgt der Überfall auf einen Supermarkt, welcher sich aber als Polizeizentrale herausstellt. Da machen die beiden erst mal Bekannschaft mit Capt. McBride (David Huddleston). Der zugleich die polizeiliche Ausbildung der Rekruten übernimmt. Hier gibt es auch wieder diese typischen Metzchen der beiden. Während Hill der absolute Liebling von Capt. McBride ist, kann dieser Spencer überhaupt nicht riechen.
Bei der Ausbildung lernen beide bei einem Autoparkuhr erst mal wie man den Wagen bei Höchstgeschwindigkeit richtig in den Griff bekommt. Auch die Schießübungen am Schießstand dürfen natürlich nicht fehlen. Dann geht’s ab zur Streife, bei denen Spencer und Hill natürlich gleich mal einen Unfall bauen. Natürlich erweist sich der Autocrash als Vorteil, weil dadurch zwei schon lang gesuchte Verbrecher gefasst wurden. Später demolieren beide noch einen weiteren Polizeiwagen, dessen beide Türen fehlen, daher dürfen sie nun mit dem Motorrad Dienst schieben.

Auch die typischen Besuche in kleinen Imbissbuden inkl. anschließenden Kloppereien dürfen hier nicht fehlen und sind hier sogar am witzigsten umgesetzt. Denn Spencer zeigt hier viel Sinn für Selbstparodie, da die Randalierer, die den Laden kurz und klein hauen wollen annehmen, er sei taubstumm. Und bei Hill gehen sie davon aus, er sei gehbehindert und bräuchte Krücken um sich vorwärts zu bewegen.

Dann wird ein kleiner Abstecher bei einer vornehmen Gräfin inkl. deren Freundin gemacht, wo am Esstisch wieder ordentlich gebechert und gerülpst wird. Übrigens darf hier sogar der Butler mit allen vier am Tisch sitzenden mitfeiern und die drei werden von Bud Spencer und Terence Hill ordentlich mit Alkohol abgefüllt bis sie sich im Land der Träume befinden.

Dann geht der Spaß mit einem Haufen von Schlägern weiter. Deren Anführer bezeichnet sich selbst als Geronimo und so vereinbaren sie mit ihm eine Uhrzeit aus, an der sie sich treffen. Ort des Geschehens ist ein Footballstadion und hier gibt’s dann auch mal wieder ordentlich auf die Mütze.

Das Finale findet in einem leerstehenden Bowlingcenter statt, bei dem der Film ein würdiges Ende findet. Hier werden noch mal mäßig Sprüche geklopft und zahlreiche Kleingangster liefern sich mit den verdeckt ermittelnden Polizeibeamten Spencer und Hill lustige Schlagabtausche. Nebenbei bietet der Film noch eine kleine Nebenstory wo nach einem verstorbenen Chinesen Beweise gesammelt werden um damit dessen Familie etwas unter die Arme zu greifen.

Bud Spencer liefert hier die beste Leistung seiner Karriere ab. Ständig schaut er mürrisch drein und sorgt mit seiner Darbietung für lauter Lacher. Nie war er besser als hier.
Bei Terence Hill sieht es nicht viel anders aus. Beide harmonieren hervorragend miteinander und laufen hier zur Höchstform auf.
Vor allem wenn er immer Missgeschicke begeht und sich irgendwelche Ausreden beim Captain ausdenkt, um sie ihm dann verkaufen ist zu geil.
Die Gauner kann man natürlich nie wirklich ernst nehmen und bedrohlich wirken sie auch nicht. Aber das sollen sie auch nicht. Sie passen nahezu perfekt in das Geschehen und werden von Spencer und Hill wie auch meist in deren beider anderen Filmen einfach herumgeschuppst und müssen unfreiwillig jeden Blödsinn mitmachen.
Die Musik stammt von Guido De Angelis und Maurizio De Angelis, welche das Geschehen prächtig untermalen.

Im Grunde genommen besteht der Film aus den typischen Spencer/Hill Zutaten. Ein wenig Action, Kloppereien, viel Humor und tolle Dialoge.
Nur hier funktioniert das besser als bei ihren anderen Filmen. Hier stimmt einfach alles und man langweilt sich zu keiner Minute. Die Kulissen und die Location Florida´s ist traumhaft. Der Score klingt Klasse und sorgt einfach für richtig gute Laune.
Der Film macht einfach immer wieder Spass, egal wie oft man ihn nun schon gesehen hat.


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