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Road to Perdition (2002)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 10 / 10)
eingetragen am 10.07.2005, seitdem 453 Mal gelesen



Grandiose Mischung aus Gangsterfilm und Familiendrama

1931. Michael Sullivan, Vater zweier Jungs und liebender Ehemann, erledigt Missionen für den heimlichen Herrscher der Stadt, Mr. Rooney ( schön, Paul Newman mal wieder zu sehen ), meist zusammen mit dessen Sohn Connor. Missionen, die mit Gewalt und Mord zu tun haben und das Imperium von Rooney - Alkohol, Prostitution – schützen. Doch Sullivans älterer Sohn beobachtet seinen Vater bei einem Mord, aber Zeugen wiederum will der an diesem ebenfalls beteiligte Connor nicht zurücklassen – also tötet er Sullivans Frau und dessen jüngeren Sohn. Sullivan muß nun sich und seinen Sohn retten, versucht zunächst, bei den Capones aufgenommen zu werden, muß aber schnell erkennen, daß es ohne weiteres Blutvergießen und Rache nicht geht. Zwar geling es Sullivan, sich von den Rooneys zu befreien, doch das Schicksal hat mit den Sullivans noch eine Rechnung offen...

Was Sam Mendes, der Regisseur von „American Beauty“, anfaßt, wird zu Gold. Man weiß nicht so recht, wo man mit dem Schwelgen anfangen soll – ist es die unglaublich echt wirkende Darstellung der Dreißiger Jahre, die packende, dichte, wendungsreiche Geschichte, die wunderbare Filmmusik oder das begnadete Spiel der mitwirkenden Schauspieler. Also im einzelnen...an der Ausstattung stimmt einfach alles, die Kostüme, die Fahrzeuge, die Bauten, man fühlt sich, als habe der Regisseur eine Zeitmaschine in seinem Besitz und sei mal eben schnell in die Vergangenheit gereist, um dort einen Film zu drehen. Die Story, basierend auf einem Comic von Max Allan Collins, ist tragisch schön und läßt Raum für eine Unzahl an Interpretationen, das fängt an beim Bruderzwist zwischen Sullivan und Connor, obwohl ersterer nur von dem alten Rooney an Vaters Statt aufgezogen wurde, geht weiter über die Schwierigkeiten zwischen Vater und Sohn und führt schließlich zu Konflikten im Zusammenhang mit der Ausübung von Gewalt.

All das wird traumhaft schön begleitet vom gediegenen Score des Films, der sich an die jeweiligen, doch meist düsteren Geschehnisse weich anschmiegt und weder zu seicht noch sogar schnulzig wirkt. Aber der Haupttreffer sind die Darsteller, denn Tom Hanks als Killer zu sehen ist allein schon das Eintrittsgeld wert. Dieser Schauspieler kann ohne die Miene zu verziehen eine Vielzahl von Gefühlen ausdrücken und die innerliche Zerrissenheit seiner Filmfigur für den Betrachter nachvollziehbar machen. Aber auch Jude Law als Auftragsmörder auf der Spur der Sullivans hat einen seine Rolle verinnerlicht und gibt den diabolischen Verfolger perfekt. Eine Klasse für sich ist natürlich Paul Newman, der trotz oder gerade wegen seines Alters mehr kann als alle heutigen Darsteller zusammen.

So fügt sich all das zusammen, was zusammengehört, und endlich einmal erblickt ein düsterer Thriller das Licht der Welt, der mit wenig Action protzt, dafür aber mit vielen eindringlichen Bildern und Momenten. Man darf Herrn Mendes danken, daß er seinen Weg unbeirrbar geht, und hoffen, daß er uns noch weitere Perlen bescheren wird. Perfekt – 10/10.


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