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Road to Perdition (2002)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 09.09.2002, seitdem 1088 Mal gelesen



Der Regisseur von „American Beauty“ dreht in einem Gangsterfilm ähnlich wie „Der Pate“ oder „L.A. Confidential“? Schief gehen kann das kaum, aber reicht „Road to Perdition“ an diese Filme heran?
In den 30ern: Michael Sullivan (Tom Hanks) arbeitet für den mächtigen Gangsterboss John Rooney (Paul Newman). Seine Söhne Michael Jr. (Tyler Hoechlin) und Peter (Liam Aiken) wissen nichts Konkretes von der Arbeit ihres Vaters. So atmosphärisch beginnt der Film und in dieser recht gemächlichen Einführung wird dem Zuschauer schnell das erkaltete Verhältnis zwischen Mike, dem Vater, und Michael, dem Sohn, klar. Gleichzeitig begreift der Zuschauer sehr wohl, welche arbeitet Mike erfüllt.
Eines Abends will Michael Gewissheit haben und versteckt sich im Wagen als sein Vater und John Rooneys Sohn Conner (Daniel Craig) einen Auftrag zu erfüllen haben. Allerdings rastet Conner aus, es gibt Tote und Michael ist Zeuge. Der ziemlich unfähige Conner, der die Vater-Sohn ähnliche Beziehung zwischen John und dem vaterlosen Mike beneidet, entscheidet, dass Mike und seine Familie aus dem Weg geräumt werden müssen. Doch er kann lediglich Peter und Mikes Frau Annie (Jennifer Jason Leigh) zu Hause töten, während er Mike eine Falle stellt.

Mike kann jedoch seinen Attentäter erschießen und Michael kommt zu spät nach Hause, so dass er dem Tod entgeht. Gemeinsam fliehen sie und Mike hat nur noch einen Gedanken: Rache an Connor. Doch die Mafia beschützt Connor und bietet Mike an, dass er erneut für sie arbeiten dürfe, wenn er seine Rache vergesse. Mike lehnt ab und fasst einen Plan, wie er Rache nehmen kann. Dabei kommt er seinem Sohn wieder näher...
Das Styling von „Road to Perdition“, welches an Filme wie „Der Pate“, „Chinatown“ und „L.A. Confidential“ erinnert (auch wenn diese nicht alle im gleichen Zeitabschnitt wie „Road to Perdition“ spielen), ist sehr gut und atmosphärisch. In passenden Kostümen kommt schnell das Feeling von Filmen im halbseidenen Gangstermilieu auf, wobei dann noch die sehr passende Wahl von Schauspielern und Charakteren auffällt.
Die Story ist spannend und emotional zugleich, hat allerdings ihre Schwächen. Zum einen fallen einige Längen in der Story auf (vor allem in der Anfangsphase). Hier geht Sam Mendes die Sache etwas zu ruhig an. Zudem ist das Ende des Films sehr vorhersehbar, was leider ein wenig die Qualitäten des Films schmälert.

Eine haargenaue Umsetzung des Comics auf dem „Road to Perdition“ basiert wäre interessant gewesen, da es sich dabei um eine Rächergeschichte mit vielen Shoot-Outs á la John Woo handelt. Schießereien gibt es in „Road to Perdition“ nur extrem wenige, auch wenn eine den beeindruckendsten Moment des Films ausmacht (auf der regnerischen Straße). Das liegt aber auch zum Großteil an der brillanten Regie von Sam Mendes, welcher mit seiner Inszenierung die kleinen Storyschwächen kaschiert.
Tom Hanks in einer ungewohnt skrupellosen Rolle kann auf ganzer Linie überzeugen, ebenso wie Tyler Hoechlin als sein Filmsohn. Auch Paul Newman beweist in seiner Rolle Mut zum Altaussehen und ist gut. Lediglich Jude Law als Psycho, welchen die Mafia auf Mike ansetzt, kann nicht so recht glänzen.

Stiller Gangsterfilm mit exzellenter Regie und viel Dramatik, bei dem kleine Längen in der Story und das vorhersehbare Ende den Aufstieg zur Genrereferenz verhindern.


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