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Jackass 3D (2010)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 10.11.2010, seitdem 1147 Mal gelesen



Johnny Knoxville und seine Truppe versuchen sich einmal mehr an einer Reihe waghalsiger Stunts und ekelhafter Aktionen.

"Mein Name ist Johnny Knoxville und jetzt kommt "Bl√∂dsinn mit ‚Äėnem P√∂mpel"". Zwar ist dieses Kapitel des Films erst im Abspann zu sehen und alles andere als umfangreich, aber ein besseres Beispiel, das das Grundkonzept dieses Werks symbolisiert, findet sich kaum. Jackass 3D macht da weiter, wo der Vorg√§nger aufgeh√∂rt hat und verwendet erneut das bekannte Konzept. Stunts, bei denen im Vorhinein klar ist, dass sie nur mit Schmerzen und Verletzungen enden k√∂nnen, ekelhafte Aktionen, bei denen sich manche Beteiligte √ľbergeben, dazu F√§kalien und Zoten am laufenden Band, derber Humor und skurrile Ideen. Aber gerade weil die Truppe um Knoxville erneut dahin geht, wo`s weh tut und allerhand Grenzen √ľberschreitet, unterh√§lt ihr dritter Film durchaus gelungen.

Viel gibt es √ľber den Film dabei im Endeffekt gar nicht mal zu sagen. Interessant ist er vor allem dann, wenn es an die wirklich gef√§hrlichen Stunts geht, etwa, wenn sich zwei Stuntm√§nner mitsamt einem Tannenbaum f√§llen lassen, oder wenn sich Knoxville mit einem Stier anlegt, der ihm fast den Hals bricht. Am√ľsant ist er, weil die Beteiligten pure Anarchie zelebrieren. Sie katapultieren einfach mal so einen Kollegen in einem Toilettenh√§usschen in einige Meter H√∂he und als ob dies nicht schon genug w√§re, bekommt er auch noch mehrere Kilo Kot mit auf den Weg. Tabus kennt man sowieso keine, deswegen wird auch purer Schwei√ü getrunken, mal eben auf ein paar Kumpanen uriniert oder ein unwissender Passant mit einem perversen Opa, der seine Enkelin begrapscht, konfrontiert. Der Einfallsreichtum der Macher sei dabei durchaus positiv hervorgehoben, denn auf so viele d√§mliche Ideen muss ja auch zun√§chst einmal irgendjemand kommen.

Selbstverst√§ndlich ist das Ganze nicht grimme-preisverd√§chtig, aber gerade im niedrigen Niveau liegt hier eben die St√§rke. Ganze Fernsehsender √ľberleben schlie√ülich, weil man sich auch mal √ľber einen Haufen Bekloppter lustig machen will, zumindest insgeheim. Dabei gehen die Macher hier und¬†da vielleicht ein bisschen zu weit, etwa wenn einem gesunden Mann grundlos ein Zahn gezogen wird, aber letztlich will man ja sehen, wie klassische Hemmschwellen √ľberschritten werden.

Fazit:
Knoxville und seine Kameraden gehen dahin wo`s weh tut und eklig wird. Sie sprengen allerhand Grenzen, unterhalten damit aber auch ziemlich gut, eben weil das dumme, ekelhafte, mitunter perverse Treiben durchaus sehr am√ľsant ist und man ihm einen anarchischen Reiz nicht absprechen kann.

70% 


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