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Reef - Schwimm um dein Leben, The (2010)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 01.02.2011, seitdem 1292 Mal gelesen



Kaum ist das Dschungelcamp vorbei, begibt man sich erneut nach Australien, diesmal allerdings weit vom Land entfernt aufs offene Meer.
Wenn da vier junge Leute schwimmend Kurs auf eine Insel nehmen und ein bissiger Hai ihre Spur aufnimmt, kann auch Dr. Bob nicht mehr helfen, - dem ganzen Sachverhalt hÀtte allerdings etwas mehr Logik besser zu Gesicht gestanden, vor allem im Vorfeld.

NatĂŒrlich kommt man um Vergleiche zu „Open Water“ nicht umhin, denn die PrĂ€misse weist einige Parallelen auf: Kein Horizont in Sicht, ein Brett zum Festhalten und keinerlei Schutz vor dem Hai, der sich in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden unseren zwei Paaren Luke und Kate, sowie Matt und Suzie nĂ€hert.
Nachdem die Segeljacht auf das titelgebende Riff aufgelaufen ist, entscheidet sich Bootsmann Warren hingegen, auf dem Rumpf auszuharren, wĂ€hrend unsere vier in TaucheranzĂŒgen die rund zehn Meilen bis zur Insel anpeilen.

Durchaus möglich, dass die Ereignisse wahren Begebenheiten nachempfunden wurden, es ist aber eher unlogisch, sich ohne sonderliche AusrĂŒstung auf den Weg zu begeben, zumal im gekenterten Schiff noch allerlei nĂŒtzliche GegenstĂ€nde waren und man auch noch wesentlich lĂ€nger danach hĂ€tte tauchen können.
Hinzu kommt die Alternative, sich einen schwimmenden Untergrund zu basteln, denn eine pausenlose Strecke von 18 Kilometern, was dieser Distanz in Seemeilen entsprĂ€che, mal abgesehen von etwaigen Strömungen, ist fĂŒr ungeĂŒbte Personen ein Unding.

Dennoch machen sich die vier auf den Weg, wobei es eine ganze Weile dauert, genauer gesagt 48 Minuten, bis der große Hai auftaucht.
Bis dato gelingt es kaum, markante Charaktere zu etablieren, die vier bleiben ĂŒberaus blass und so kann die Dramaturgie anschließend nur noch auf die UrĂ€ngste des Menschen abzielen, wie das GefĂŒhl so ist, wenn man nicht weiß, was um die Beine im Wasser herumschwimmt und wann es sich wieder zurĂŒckzieht.

Inszenatorisch gefĂ€llt hingegen der Griff zu Bildmaterial mit echten Haien und der vollstĂ€ndige Verzicht auf computergenerierte Biester. So wirken die AnnĂ€herungen ein ums andere Mal durchaus realistisch und Furcht einflĂ¶ĂŸend, wĂ€hrend sich vermehrt Erschöpfung und Panik breit machen, denn obgleich Luke mit einer Taucherbrille ausgerĂŒstet regelmĂ€ĂŸig Ausschau unter Wasser hĂ€lt, ist man vor plötzlichen Attacken zu keiner Zeit sicher.
Nach dem ersten Auftauchen des bissigen Fisches kann man zumindest davon ausgehen, dass nicht alle vier das rettende Festland erreichen werden.

Leider erfĂ€hrt man auch wĂ€hrend des Paddelns nicht mehr ĂŒber die Hauptpersonen, der Austausch ist aufs Notwendigste beschrĂ€nkt und eine Entwicklung der Figuren kaum auszumachen. Einzig Luke zeichnet sich durch jahrelange Erfahrungen beim Tauchen aus, was ihm in dieser speziellen Situation nur bedingt weiterhilft.
Schade, dass man hier nicht mehr in die Tiefe gegangen ist, - man bleibt, wie die Schwimmenden, an der OberflÀche.

Dennoch ist der Streifen wirkungsvoll fĂŒr Wasserratten und all jene, die ihren Urlaub vielleicht noch einmal ĂŒberdenken möchten.
AtmosphĂ€risch mit ordentlicher Dichte versehen, mit einer guten Kamera ausgestattet, die gekonnt Unterwasseraufnahmen einbindet und einem Score untermalt, der ausnahmsweise nicht an „Jaws“ erinnert, geht das an sich einseitige Treiben phasenweise spannend vonstatten.
Markante Charaktere, die zumindest mal etwas Konstruktives von sich geben, hÀtten der Geschichte allerdings beileibe nicht geschadet, wodurch die Sache am Ende reichlich seelenlos dasteht.
Wer „Open Water“ mochte, sollte allerdings mal reinschauen.
5,5 von 10


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