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Sanctum (2011)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 28.04.2011, seitdem 1371 Mal gelesen



Nach dem Megaerfolg von Avatar folgt nun der zweite Film, welcher mit James Camerons revolutionärer 3D-Technik gedreht wurde. James Cameron's Sanctum verspricht mal wieder viel. Es dürfte vor allem der bekannte Name im Titel sein, der die Zuschauer scharenweise in die Kinos locken wird, auch wenn Cameron dieses mal nur Produzent war. Unter seiner 3D-Technik hat Sanctum jedoch reichlich wenig zu bieten. Wie schon in Avatar ist die Story eher flach, die Dialoge prollig und die Charaktere nach Klischees geformt.

Der an der Küste Australiens gedrehte Film handelt von einem Team von Tauchern, die bisher unbekannte Unterwasserhöhlen in Papua-Neuguinea erforschen wollen. Ein Sturm zieht auf und in den Tiefen der Höhle wird es sehr schnell ungemütlich, denn es regnet in Strömen und der Funkkontakt zur Oberfläche ist abgebrochen. Die Höhle wird schnell überflutet und das Team macht sich auf die Suche nach einem Ausweg. Das dabei reichlich Probleme auftauchen ist also abzusehen. Neben Essens- und Luftmangel, Taucherkrankheit und schwachen Batterien in den Taschenlampen finden sich auch zwischenmenschliche Probleme zwischen dem erfahrenen Expeditionsleiter Frank McGuire (Richard Ruxburgh) und seinem Sohn Josh (Rhys Wakefield). Letzterer ist gar nicht begeistert von den Bemühungen seines Vaters: Er hält solche Expeditionen für sinnlos, es täte sich ja sowieso niemand für irgendwelche Löcher in der Erde interessieren.

Der Einsatz der 3D-Technik ist, wie zu erwarten war, makellos. Mit ihrer Hilfe beschleicht den Zuschauer in den engen Unterwasserhöhlen ein klaustrophobisches Gefühl. Dabei hatte sicher James Cameron seine Finger im Spiel. Zudem werden uns wieder einige Augenöffner geboten, an denen man sich kaum satt sehen kann. Leider findet sich Abseits dieser hervorragenden visuellen Aspekte nur wenig. Die Handlung folgt dem typischen Schema eines sehr geradlinigen Thrillers und wird getragen von ebenso typischen Charakteren, die jeder schon in unzähligen Filmen dieser Art gesehen hat. Der erfahrene, verbitterte Expeditionsleiter, der widerspenstige Sohn, der reiche Sunnyboy der gerne mal den Macho raushängen lässt und nicht zuletzt dessen Freundin, welche mal auf Berge gestiegen ist und nun glaubt, unter der Erde könne es ja kaum anders sein. Die schauspielerischen Darbietungen sind streckenweise nicht völlig überzeugend und der Spaß wird zusätzlich durch Dialoge gemildert die nicht immer ganz so klug daherkommen. Der Fokus der Handlung liegt dabei eindeutig auf dem angespannten Verhältnis zwischen Vater und Sohn, alle anderen Handlungen sind nur Nebensache. Überraschenderweise gelingt dem Film ab und zu ein emotionaler Moment, wenn man sich voll und ganz darauf einlassen kann.

Trotzdem ist James Cameron's Sanctum nur ein mäßig spannender Thriller der alles auf die 3D-Karte setzt und damit nicht überzeugen kann. Schon in Avatar schwächelten Story und Drehbuch wo sie nur konnten, doch überzeugte selbiger noch deutlich mehr durch eine gewaltige Bilderpracht. Alister Griersons zweiter Spielfilm ist eher eine Enttäuschung, die ohne 3D-Technik und dem namhaften Produzenten im Titel schnell in der Versenkung verschwinden würde.

Fazit: Mäßig spannender Thriller, der zwar mit toller 3D-Technik aufwartet, jedoch an Ideenarmut leidet und diese mit allzu abgedroschenem Plot und klischeebehafteten Charakteren zu kompensieren versucht.


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