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Sanctum (2011)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 28.11.2011, seitdem 432 Mal gelesen



Sanctum (2011) gesehen in 2D

Nicht immer tun sich namhafte Regisseure einen Gefallen damit, wenn sie Ihren Namen mit dem Hinweis "produziert von" auf dem Kinoplakat verewigen lassen. Da "Sanctum" damit wirbt mit der gleichen 3D Technik wie "Avatar" produziert worden zu sein, hat man zu Recht hohe AnsprĂŒche wenn James Cameron noch seinen Namen dafĂŒr hergibt bzw. mit verantwortlich ist. Regie fĂŒhrt der mir unbekannte Alister Grierson, vermutlich nur der verlĂ€ngerte Arm von James Cameron. Mein Kurzfazit vorweg: innovationsarm und unspektakulĂ€r - in 2D absoluter Durchschnitt.

Bei der Story brauch jetzt keiner Angst zu haben, daß ich hier irgendwas verrate, was den Filmgenuss schmĂ€lern wird. Es geht um die Erforschung einer riesigen Unterwasser Höhle, deren Leitung der erfahrene Frank inne hat. Sein Sohn ist mit von der Partie, ist aber total gelangweilt von Vaters Leidenschaft und hat auch keinen Bezug mehr zu ihm. Als der Geldgeber des Projektes Carl zusammen mit seiner Freundin sich die neuesten Fortschritte vor Ort ansehen will, braut sich ĂŒber Ihnen ein ĂŒbles Gewitter zusammen und die Situation gerĂ€t außer Kontrolle.

Wenn man an "Avatar" etwas rumnörgeln möchte, dann bietet die einfache Story eine gewisse AngriffsflĂ€che, aber das ist nichts gegen den Plot in "Sanctum". Die Handlung hier ist absolut vorhersehbar und von daher auch recht unspannend. Schon nach fĂŒnf Minuten ist klar wohin die Reise geht und wer etwas Filmverstand vorweisen kann, hat Ă€hnliches schon öfters gesehen und kennt schon jetzt die Reihenfolge des Ablebens der Chraktere. Diese SchwĂ€che wird dann noch von absoluten Klischee Charakteren unterstĂŒtzt und diese Kombination tut wirklich weh.

Es gibt den erfahrenen "Tauchen ist mein Leben" Projektleiter gespielt von Richard Roxburgh, der ĂŒber der WasseroberflĂ€che ein sozialer KrĂŒppel ist, was sein Sohn bezeugen kann. Wie erwĂ€hnt seinen unzufriedenen Sohn, der sich von seinem Vater und dem Projekt schon deutlich entfremdet hat. Dann haben wir den arroganten, reichen Geldgeber gespielt von Ioan Gruffud (Fantastic Four), der seine bergerfahrene Freundin mitschleppt. Und noch einige z. T. nervige andere Figuren, deren Screen Lebenszeit sehr beschrĂ€nkt ist. Bis auf den Chef der "Fantastic Four" kannte ich keinen der Darsteller, aber alle performen auf durchschnittlichem Niveau, ich denke viel mehr hĂ€tten auch Oscar Darsteller nicht aus dem Script herausholen können.

Die StĂ€rke von "Sanctum" liegt vermutlich in der 3D Technik. Wenn die so gut wie bei "Avatar" ist, dann kann das durchaus ĂŒber die langweilige Story und die schlechten Figuren hinwegtĂ€uschen. Ich hab jetzt nur die 2D Version gesehen und kann den Film logischerweise auch nur so bewerten, aber ehrlich gesagt kann ich nicht glauben, daß mich die 3D Version mehr begeistert hĂ€tte. Positiv sind die Kulissen und auch die Höhlen AtmosphĂ€re kommt stellenweise ganz gut rĂŒber, wobei mir das Ganze oft zu hell war. Obwohl alle nur mit kleinen Helmlampen ausgestattet waren, war es in den Höhlen taghell. Es gibt auch einige wenige Momente in denen ich schlucken mußte gerade ĂŒber die Kompromisslosigkeit der Akteure. Die Vater und Sohn Kiste ist auch noch so ertrĂ€glich bevor sie anfĂ€ngt zu nerven.

Die SchwĂ€chen sind vielfĂ€ltig und fast immer prĂ€sent. Über die Story und die Klischee Figuren habe ich mich ja schon ausgelassen. "Sanctum" kann einen einfach nicht packen, alles ist vorhersehbar und einigen der unsympathischen Charakteren heult man keine TrĂ€ne nach. "Sanctum" ist Lichtjahre von "Abyss" entfernt und die beiden haben außer der Tatsache daß Wasser im Spiel ist, nichts gemeinsam.

Wer einen 3D Projektor besitzt kanns ja mal versuchen, insgesamt kann aber muss man "Sanctum" nicht gesehen haben - lieber "The Abyss" zum X-ten mal anschauen.

"Yu Lways did talk too much" 5/10


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