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Sanctum (2011)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 04.12.2011, seitdem 553 Mal gelesen



Die Grundidee zu "Sanctum" basiert auf wahren Begebenheiten, welche Drehbuchautor Andrew Wight am eigenen Leib erfuhr. Er leitete eine Tauchexpedition in einem unerforschten H√∂hlensystem, der Eingang wurde versch√ľttet und er musste sich einen anderen Weg hinaus suchen. Jedoch h√§tte dies nicht allein f√ľr einen Kinofilm gerreicht, somit wurde das Ganze mit jeder Menge menschlicher Konflikte, einigen Todesf√§llen und dem damit aufkommenden Thrill gew√ľrzt. Mit James Cameron (Titanic, Terminator 2) als Produzent hatte man das ideale Lockmittel, zudem wurde "Sanctum" mit der selben 3D-Technik gedreht, wie der bis heute erfolgreichste Film aller Zeiten "Avatar". Dies allein sind schon zwei Gr√ľnde, sich "Sanctum" mal zu Gem√ľte zu f√ľhren und tats√§chlich ist er optisch grandios. Selbst in 2D sind die Bilder ein wahrer Genuss, die eigentliche Entfaltung erlebt man aber in 3D. Gedreht wurde an der K√ľste Australiens, wo auch die tollen Au√üenaufnahmen entstanden. Davon gibt es eher wenige, denn der Gro√üteil des Films spielt sich im klaustrophobisch wirkenden H√∂hlensystem ab. Im Film befindet sich die unerforschte "Esa¬īala" allerdings in Papua-Neuginea.

Dort leitet der Forscher Frank McGuire (Richard Roxburgh) die Erforschung des kilometertiefen H√∂hlensystems, finanziert vom Million√§r Carl Hurley (Ioan Gruffudd). Carl und seine Freundin Victoria (Alice Parkinson) sind gerade dabei die Fortschritte zu begutachten, auch Franks Sohn Josh (Rhys Wakefield) ist zugegen. Doch urpl√∂tzlich bricht ein Unwetter aus, der Eingang wird versch√ľttet und die H√∂hle droht bald ganz unter Wasser zu stehen. Es bleibt nur eine M√∂glichkeit, man muss dem unterirdischen Flusslauf bis zum Meer folgen, doch dauert lauern jede Menge Gefahren.
"Sanctum" lebt von seiner ungew√∂hnlichen Kulisse, die von Anfang an ihre klaustrophobische Wirkung nicht verfehlt. Es ist zwar ein wenig unglaubw√ľrdig wie gut die Sicht unter Wasser ist, aber schlie√ülich will man als Zuschauer auch etwas erkennen. Jedoch fallen schnell die unangenehm klischeetr√§chtigen Charaktere auf. Da h√§tten wir den Konflikt zwischen Frank und Josh, der nat√ľrlich nach und nach beigelegt wird. Der anf√§nglich sympathische Million√§r Frank, welche sich zunehmend in ein egoistisches Monster verwandelt und dessen Freundin Victoria, die als erfahrene Bergsteigerin ihre F√§higkeiten in der H√∂hle √ľbersch√§tzt. Die restlichen Charaktere sind nur Kanonenfutter und kaum der Rede wert. Hat man die etwas lieblose Einf√ľhrung dann √ľberstanden, z√§hlt das Aufkommen der Unwetters zu den H√∂hepunkten des Films. Denn den ungleichen Kampf Mensch gegen Naturgewalt hat Regisseur Alistar Grierson (Kokoda - Das 39. Bataillon) sehr packend in Szene gesetzt.

Schlie√ülich muss man sich durch enge G√§nge unter Wasser quetschen, einige Kletterpartien √ľberstehen und bisher unerforschte Pfade nehmen, um vielleicht einen Weg nach drau√üen zu finden. Dabei kommt das typische "Zehn kleine Negerlein Prinzip" zum Vorschein, denn die kleine Gruppe wird dezimiert. Ertrinken, ein Sturz aus schwindelerregender H√∂he oder Selbstaufopferung stehen auf dem Programm. Dabei gelingt es "Sanctum" in einigen Sequenzen richtig emotional und bez√ľglich der Todesarten teilweise sehr fies zu werden. Dies sorgt f√ľr einen passablen Spannungsbogen, dessen Aufbau aber immer wieder durch das zu vorhersehbare Geschehen zerst√∂rt wird. Zudem ist uns der Gro√üteil der Charaktere schlichtweg egal. Dennoch wei√ü "Sanctum" gut zu unterhalten, weil die stets kleiner werdende Gruppe im Minutentakt auf immer wieder neue Herausforderungen st√∂√üt.
Richard Roxburgh (M:i-2, Van Helsing) erweist sich hier als vorz√ľgliche Wahl, denn den ruppigen Forscher, welcher hier oft √ľber Leben und Tod entscheiden muss, verk√∂rpert er ausgezeichnet. Ioan Gruffudd (Fantastic Four, Zur√ľck im Sommer) als gro√üm√§uliger Adrenalinjunkie Carl macht seine Sache ebenfalls gut, genauso Neuling Rhys Wakefield (Broken Hill, The Black Ballon) als potentieller √úberlebender Josh.

Die Optik ist wahrlich ein Grund, "Sanctum" mal eine Chance zu geben, eigentlich schade wie viele Klischees sich hier tummeln. So bleibt das Geschehen meist vorhersehbar und gelgentliche Spannungsspitzen l√∂sen sich schnell wieder in Luft auf. Dennoch wei√ü dieser √úberlebenskampf in einigen Szenen zu packen, manchmal √ľberrascht sogar die Kompromisslosigkeit. Und zumindest die Hauptdarsteller machen aus ihren Rollen das Beste, w√§hrend die restlichen Randfiguren leider nicht die Bohne interessieren.


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