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Get the Gringo (2012)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 02.07.2013, seitdem 522 Mal gelesen



Get the Gringo(2012)

Ich hasse Katzen! Wirklich. Von allen Geschöpfen, die man sich in den eigenen vier Wänden halten kann, sind Katzen die wohl widerlichste und ekel erregendste Spezies. Puh! Harte, aber aus meiner Sicht ehrliche Worte. Nimmt mir das jemand wirklich übel? Hier ist alles schön annonym und keiner wird morgen in der Zeitung von mir berichten. Egal was ich hier auch sage...naja fast. Ob Mel Gibson eine Katzenfreund ist oder nicht, kann ich hier leider nicht bestätigen, aber unser Mel hatte es vor einigen Jahren faustdick hinter den schelmischen Ohren. Bei ihm ist das was anderes, wenn er volltrunken durch die Prärie fährt, von den örtlichen Gesetzteshütern festgenommen wird und über anerkannte Religionsgruppen herzieht. Seit dem möchte keiner mehr so recht mit Mel. Leo DiCaprio(irgendein Wikinger Film) und viele andere Kollegen(Hangover 2) kappten die Beziehung, seine Ex Frau, seine Ex Freundin und auch einige seiner neun Kinder sollen, wenn man der Klatschpresse traut, alles andere als große Fans von Mad Mel sein.

Zu Unrecht, wie ich finde. Gut, "Der Biber" von und mit Jodie Foster war jetzt nicht wirklich gut, aber "Auftrag Rache" war großartig. Ein starkes Polit/Rache\Drama in außergewöhnlicher Machart und eben ein Mel Gibson in Höchstform. Was interessiert es mich, ob sein Privatleben verkorkst ist? Jeder von uns hat Seiten, die nicht gerade "süß" sind. Mel Gibson ist mir immer noch lieber als die ganzen anderen Knochenbrecher Recken der 70er, 80er und 90er zusammen. Er braucht keine Über Muckis(Stallone), keinen beknacksten Akzent(Schwarzenegger), keinen Rauschebart(Norris) und keine schiefe Fresse(Dudikoff, Lundgren, VanDamme). Mel Gibson ist einfach nur cool, hat immer noch ein verdammt gutes Charisma und er gibt den Action Rentner ehrlicher, als diese Geldnöter oberer Zeilen.

Mit seinem ehemaligen Regie Assisstenten und jeder menge Kaltschneuzigkeit, inszeniert Gibson das, was er am besten kann. Einen Soziopathen mit viel schwarzen Humor, einer kräftigen Prise krankenhausreifer Action und einer spärlichen, aber soliden Story. Da ist Gibson. Als Knacki in Mexiko, von den örtlichen Behörden des Geldes beraubt, findet sich der Altstar in einer Gefängnis Stadt wieder und sorgt für allerlei Wirbel, ein bisschen Love Story und gröbere Probleme. Denn was 1999 unter Brain Helgeland wirklich klasse war, kann auch 2013 punkten. Nämlich ein Kerl, der einfach nur sein Geld wieder möchte.

Zugegeben. Die CGI's bei den cool gefilmten Shootouts könnten besser sein und auch die Bösewichte haben kaum erinnerungswürdiges Profil. Aber bei diesem Budget(ca. 20 Mio Dollar) sind das kleine Dinge, die man durchaus mal vergeben kann. Denn hier wird ganz wie in alten Zeiten geschossen, beleidigt, zynisch daher geplappert, geschwitzt, getrunken und geraucht. Das der Kinder Sidekick dauernd qualmt, ist nicht gerade politisch korrekt, aber Gibson war daran sicher nicht interessiert. Das hier ist ein filmisches Fuck Off an all seine heuchlerischen Kollegen und es macht Spass. Irgendwo zwischen "Eine Hand voll Dollar", "Gesprengte Ketten" und "Payback" sprüht eine Direct to Video Produktion, die mehr verdient hat.

Ich gehöre zu denen, die Mel Gibson nicht aufgeben werden. Die zwei Bier, der Stapel Chips und vor allem die richtige Atmosphäre vor dem Blu Ray Player garantieren 90min herrliche Unterhaltung. Das ist zwar kein "Lethal Weapon", kein "Braveheart" und auch kein "Mad Max", aber es ist, wie oben schon erwähnt, sehr viel "Payback". Und auch wenn "Payback" nicht der bekannteste Film Gibson's ist, so ist er für mich immer noch der beste, gerade im Directors Cut. Wer den mochte, wird sich hier sehr wohlfühlen. Auch wenn das für den einen oder anderen nach etwas zu wenig klingt, zumindest was die Punktzahl betrifft, bin ich doch froh, dass er wieder da ist. Allerdings mag ich auch keine Katzen.

8.1


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