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House at the End of the Street (2012)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 25.01.2013, seitdem 1264 Mal gelesen



Derzeit scheint Jennifer Lawrence ein wahrer Publikumsmagnet zu sein, denn ansonsten wäre der Streifen nicht mit einem so hohen Einspielergebnis am Eröffnungswochenende belohnt worden. Ist schon bezeichnend, wenn ein Projekt bereits 2003 in Angriff genommen werden sollte und verschiedene Umstände dazu führten, dass er erst jetzt auf das wohl eher jüngere Zielpublikum losgelassen wird.

Sarah (Elisabeth Shue) und ihre Tochter Elissa (Jennifer Lawrence) beziehen das titelgebende Haus nahe am Wald. Erst später erfährt Elissa, dass es im Nachbarhaus der Familie Jacobson einen Doppelmord gab als Tochter Carrie Ann ihre Eltern tötete. Ihr älterer Bruder Ryan (Max Thieriot) wohnt noch dort, um das Haus zu renovieren, doch als sich eine Freundschaft zwischen Elissa und Ryan anbahnt, ist noch nicht abzusehen, welch dunkle Vergangenheit in dem Haus schlummert…

Zuweilen macht ein packender Einstieg Lust auf mehr und deutet auf passablen Thrill und spannende Szenerien hin, doch in diesem Fall schwinden die Hoffnungen rasch.
Die Geschichte steigt direkt mit dem Doppelmord ein und lässt das Mädchen Carrie Ann beinahe wie ein schlafwandelndes Monster wirken, was recht stimmungsvoll und gleichermaßen spannend zu verfolgen ist. Nach dem Intro folgt die obligatorische Einführung der wesentlichen Figuren beim Umzug, während eine kurz darauf stattfindende Gartenfeier mit einigen Nachbarn die Gerüchteküche um das Haus einheizt.

Leider schleichen sich im Verlauf unnötige Nebenhandlungsstränge ins Geschehen, denn der anstehende Gesangswettbewerb ist nahezu ohne Bedeutung, Elissas Freundin wirkt beinahe wie ein notwendiges Übel und auch die Problemchen zwischen Mutter und Tochter nehmen zuviel Zeit in Anspruch. Indes begeht die Erzählung gleich mehrere Fehler, da sie anstehende Twists zu überdeutlich anvisiert, gewisse Tatsachen zu früh preisgibt und anderweitig zu selten auf die Begebenheiten im Jacobson-Haus eingeht. Lediglich zwei kleine Flashbacks geben ein wenig Aufschluss über den Hintergrund der Tragödie.

Dabei wirkt Jennifer Lawrence maßlos unterfordert, nur beim Singen mit Gitarre hätte sie etwas mehr Gas geben können. Elisabeth Shue performt ebenfalls unter ihren Möglichkeiten, Max Thieriot spielt hingegen solide, indem er sich angemessen zurückhält und erst zum Finale etwas mehr aufdreht. In einer Nebenrolle als Cop kann hingegen Gil Bellows überzeugen.

Was phasenweise zu dialoglastig gerät und spannende Momente vermissen lässt, dümpelt vor allem im Mittelteil ein wenig fade vor sich hin. Auf einer Fete wird ein anderer Nachbar zudringlich, Sarah muss als Ärztin im Hospital dauernd Spätschicht schieben und zum Finale spielen Kontaktlinsen, eine Begebenheit auf einer Schaukel und der Instinkt einiger Figuren eine Rolle. Doch auch der Showdown untermauert, dass aus dem Drehbuch wesentlich mehr hätte herausgeholt werden können.

So kann sich Regisseur Mark Tonderai vor allem bei Jennifer Lawrence bedanken, ohne die es wahrscheinlich erst gar nicht zu einer Kinoauswertung gekommen wäre.
Denn sein Psychothriller bietet kaum Horror, nur wenige Schockeinlagen und nach einer stimmungsvollen Einleitung nur selten atmosphärische Momente.
Die Twists sind hingegen erahnbar und somit ist der Streifen allenfalls Einsteigern des Genres zu empfehlen, - alle anderen werden beim Abspann leicht ermüdet abwinken.
4 von 10


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