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Entscheidung am Yellow Rock (2011)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 10.08.2017, seitdem 112 Mal gelesen



Entscheidung am Yellow Rock (2011) von Nick Vallelonga

...Eine Gruppe von fünf Reitern erreicht Yellow Rock, das wie eine mexikanische Geisterstadt anmutet. Ihr Anführer Max Dietrich (James Russo) sucht in dem Ort einen gewissen Tom Hanner (Michael Biehn) auf, der ihn und seine Männer zu Falcon's Peak führen soll. Dabei unterstreicht er die Wichtigkeit mit der Suche nach seinem Bruder und dessen Sohn, die vom Fallenstellen nicht zurückgekommen sind. Mit einem $20 Goldstück und der Inaussichtstellung auf mehr ist dann auch Hanner von der Wichtigkeit überzeugt, warnt aber gleichzeitig, weil dort das Gebiet der "Black Paw"-Indianer anfängt. Außerdem dürfe man dieses nur mit Zustimmung der Stammesältesten durchqueren. Bevor sich die Gruppe nun auf den Weg macht, kommt es im Saloon jedoch noch zu einem dramatischen Zwischenfall, der diesen Dietrich nicht nur als einen um seine Verwandten besorgten Mann zeigt. Wie sich im weiteren Verlauf herausstellt, liegt auf dem Weg ein alter Indianerfriedhof. Solch eine Begräbnisstätte dürfen Weiße aber auf keinen Fall betreten, denn dies würde den heiligen Grund entehren und einen Fluch heraufbeschwören...

Obwohl in diesem Western auch mehrmals geschossen wird, habe ich in obiger Inhaltsangabe mit dem Ritt nach Falcon's Peak die eigentliche Handlung angedeutet und nicht etwa eine Ballerorgie. Vielleicht war der eine oder andere von diesem Film enttäuscht, weil er u.U. mehr erwartet oder ihn sich ganz anders vorgestellt hatte!? Ich habe ihn nun bereits zum 2. Mal angeschaut, nachdem mein Bruder mir die DVD geschenkt hatte mit der Bemerkung, dass er sich einen Western anders vorstelle.

Nun gut, was erwartet den toleranten Westernfreak denn letztendlich? Eine Art Westernabenteuer mit diversen Gefahren und einer überraschenden Wendung.

Dieser Film bemüht sich erfolgreich alles schön detailliert zu erzählen und darzustellen, um so den Zuschauer gut hineinfinden zu lassen - sofern dieser auch aufmerksam bleibt! Und dies ist nicht immer ganz so einfach, denn manche Szenen wirken etwas langatmig, ruhige und ausführliche Kameraführung sowie eine oft gemächliche Reiterei lassen kaum Tempo und eher laue Spannung aufkommen. Aber schöne Bilder, begleitet von ziemlich guter, passender Musik und tollen Soundeffekten sowie immer weiteren, neuen Erkenntnissen ziehen den Zuschauer (zumindest mich) immer mehr in den Bann.

Und dann ist auch endlich der Punkt erreicht, an dem eine Action die andere ablöst, ohne aber die gewisse abenteuerliche und saubere Inszenierung zu verdrängen. Hervorzuheben ist hier die spannende und besonders schaurige, um nicht zu sagen schon mystische Atmosphäre des Indianerfriedhofs, die über 4 Minuten auf das Publikum einwirkt! Welcher Western bietet soetwas schon? Aber auch die intensiven Wolfsszenen, teils in Großaufnahme sind absolut beeindruckend und somit ein weiteres Highlight! Deutlich sieht man hier, wie böse und gefährlich diese Rudeltierart sein kann, die ja mit dem Deutschen Schäferhund - einem treuen Wegbegleiter - verwandt ist. Völlig harmlos dagegen natürlich die Standbilder, die ich per Fernbedienung vom Sessel aus in Sicherheit genießen konnte! ^^
Wenn übrigens geballert wird, dann wird auch gestorben und das ist weder zu überhören, noch zu übersehen, wie die zahlreichen blutigen Einschusslöcher in den Leibern veranschaulichen! ;)

Neben der ausgefallenen Story, den schönen, farbenprächtigen Bildern, der Akustik, der Atmosphäre, den Wölfen und den wirklich gut gemachten Schusswunden, wären da aber noch einige Schwächen:
- Auch wenn manche Schauspieler echte Indianer sind, so empfinde ich die Besetzung insgesamt zu unbeeindruckend, zu unbekannt und zu unschön.
- Manche Indianer und selbst Indianerkinder sind meiner Meinung nach schon zu übergewichtig, um glaubwürdig auszusehen.
- Die Weißen hingegen können glaube ich alle nicht gut reiten, so steif wie sie auf den Gäulen sitzen. Was evtl. auch der Grund ist, warum überwiegend getrabt wird?
- Auch hätte das Hairdressing, speziell bei den Damen realistischer sein können.
- Die eine oder andere Länge, bzw. zu ausführliche Szene. Wobei das Gespräch mit den Indianern insofern aber auch interessant ist, da der Zuschauer etwas über die Denkweise und ihre Ansichten mitbekommt.

Bei einer Bewertung von 1...10 steht 5 & 6 für Durchschnitt, oder aber 1..5 für schlechte und 6...10 für gute Noten. Mit 7 von 10 Punkten stufe ich diesen Film demnach als überdurchschnittlichen und guten Film ein.

"Entscheidung am Yellow Rock" war übrigens 3-facher Gewinner des "Red Nation Film Festivals" - Bester Film, beste Regie und bester Schauspieler.

Viel Spaß und gute Unterhaltung mit diesem etwas anderen Western! ;)


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