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Kinjite - Tödliches Tabu (1989)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 21.04.2007, seitdem 698 Mal gelesen



Die letzte Regiearbeit von J. Lee Thompson. Charles Bronson und er arbeiteten schon so oft zusammen, warum die Karriere von Thompson hier auf einmal abriss ist ungeklärt. Hier hauen die Beiden nochmal mäßig auf den Putz, denn man braucht hier keinen Actioner zu erwarten, viel mehr ein Thriller mit ein paar Actioneinlagen. " Kinjite " ist aber kein schlechter Beitrag der Cannon Schmiede, wieder produziert von Menahem Golan und Yoram Globus, ausgestattet mit einem guten Budget, welches man dem Film auch immer ansieht. Da in dem Film das Wörtchen und Thema Rache öfters auftaucht, steht er in Deutschland auch auf dem Index, denn das ist heute Indizierungsgrund Nummer eins bei uns. Eins im Vorraus, wer Bronson mag, oder auch sein " Death Wish ", der wird sich hier auch gut unterhalten können.
Story:
Der knallharte Cop Crowe ( Charles Bronson ) ist dem Zuhälter Duke ( Juan Fernandez ) auf der Spur, welcher sogar Kinder zur Prostitution zwingt. Kurz darauf wird auch ein japanisches Mädchen entführt, die Tochter des Geschäftsmannes Hiroshi Hada ( James Pax ). Crowe kann die Kleine sogar aus den Händen von Duke befreien, doch sie stirbt bald durch eine Überdosis. Crowe hat entgültig die Schnauze voll und setzt sich über jede Dienstvorschrift hinweg, um Duke tot oder lebend zu fassen.

Die Story macht etwas mehr her, als es zunächst den Anschein hat. Einmal geht es Crowe und seine Familie. Er selbst hat eine junge und hübsche Tochter, welche er natürlich behütet und daneben geht es um den japanischen Geschäftsmann Hada, welcher nach Amerika versetzt wird und dort bald seine Tochter verliert. Thompson nimmt sich hier für die Charaktere viel zuviel Zeit. Manch einem mag er so Sympathie und Tiefe verleihen, aber insgesamt bremst es das Tempo von " Kinjite " arg aus und macht den Film zu dialoglastig. Die Anspielungen auf die Kinderprostitution bringt er aber wirklich gut rüber und übertreibt es nie. Diverse Erotikszenen gibt es nur wenige zu sehen, aber die Momente in denen das japanische Mädchen von Freier zu Freier gekutscht wird, haben schon Intensität.
Die Stadt bei Nacht spiegelt noch einmal das typische 80er Jahre Anglitz wieder. Meist spielt der Film bei Nacht und es gibt viele Aufnahmen von oben, welche vor allem im leuchtenden Tokyo gefallen. Der Score ist fetzig und rau, nicht so abwechslungsreich, aber die einzelnen Melodien hören sich gut an. Schon allein an der Titelmelodie lässt sich gleich feststellen, dass wir uns in den 80er Jahren befinden.
Mit der Action hält man sich ein bisschen zu stark zurück. Ein paar kleine Keilereien im Old School Stil, nett anzusehen, aber viel zu kurz, ansonsten geht es nur im Finale nochmal richtig rund. Da gibt es einen Shootout und ein paar Explosionen, nicht sonderlich spektakulär, aber handwerklich sauber inszeniert. Bronson´s Stil kann auch hier gut gefallen. Wer ihn reizt bekommt auf die Fresse, Duke muss seine teure hinunterschlucken und mit Schimpfworten wird auch nicht gegeizt. Eine gute Verfolgungsjagd hätte " Kinjite " sicher noch gut getan.
Für Bronson ist die Verkörperung des harten Cops schon Routine. Gewohnt brutal, aber doch sympatisch gibt er den Lt. Crowe, für sein Alter immer noch in sehr guter Verfassung. Juan Fernandez passt perfekt in die Rolle des schmierigen Zuhälters und auch die restlichen Darsteller geben keinen Grund zur Klage.

Fazit:
Sehr solider Beitrag der Cannon Schmiede mit glitzernder Kulisse und fetzigem Score. Die Story geht in Ordnung, doch Thompson verzettelt sich zu tief in der Charakterrisierung und in Dialogen. Das Tempo ist daher manchmal eher schleppend. Die Action ist handwerklich sehr gut, nur immer zu schnell geklärt und obendrauf ist zu wenig davon vorhanden. Die Darsteller sind okay. Immer noch gut anzusehen, um nochmal so richtig in den 80er Jahren zu schwelgen.


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