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Dead Before Dawn (2012)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 12.04.2013, seitdem 569 Mal gelesen



Zombiekomödie florieren derzeit total, doch wer dem Subgenre etwas Innovatives beisteuern will, sollte schon genau wissen, wie ein größtenteils erfahrenes Publikum zu überzeugen ist.
Wer es da immer noch mit albernen Zoten, plumpem Slapstick und überdrehter Situationskomik versucht, dürfte mit so einem Werk rasch zum Ladenhüter mutieren.

Um Mutationen geht es auch in der dünnen Handlung: Caspar wird von seinen Collagefreunden im Okkultladen seines Großvaters (Christopher Lloyd) überrascht, als eine Vase mit der Asche eines Dämons zu Bruch geht und der Fluch seinen Lauf nimmt. Blickkontakt treibt die Betroffenen zum Suizid, welche daraufhin zu Zemonen mutieren, - halb Zombie, halb Dämon. Um den Fluch aufzuhalten, müssen die Freunde ein bestimmtes Ritual durchführen, doch viel Zeit bleibt nicht mehr…

Es ist häufig kein gutes Vorzeichen, wenn man die Namen des Autors und der Regisseurin gleichzeitig bei der Riege der Darsteller vorfindet, denn oftmals spricht das für ein Herzensprojekt, welches selten die breite Masse anspricht. Auch hier benötigt die Handlung nur wenigen Minuten, um das recht niedrige Niveau zu etablieren: Die komplett überdrehten Charaktere gehen nach kurzer Zeit auf den Geist, die Geschichte verläuft in jeder Hinsicht, in beinahe jeder Einstellung vorhersehbar ab und wer hier anbei ein paar herzhafte Splattereinlagen erwartet, dürfte bis auf kurze Andeutungen herbe enttäuscht werden.

Auf Dauer gerät die Chose ohnehin recht eindimensional, da unsere Gruppe etappenweise die Zutaten fürs Ritual zusammensucht, dabei regelmäßig auf einen oder mehrere Zemonen trifft oder eben Unschuldigen begegnet, bei denen Blickkontakt ausbleiben soll. Dazwischen werden gängige Teenyklischees eingebunden, die über Football-Gags, das übliche Gehabe der Bitch bis hin zum typischen Nerd reichen, der in prekären Momenten stets an irrelevante Dinge denkt.

Dabei zünden nur selten Gags, die meisten verpuffen aufgrund alberner Pointen und müder Motivationen, obgleich die Grundstimmung, nicht zuletzt wegen des Overactings sämtlicher Mimen, latent gut gelaunt daherkommt und der Humor zumindest etwaige Fäkalgags auslässt.
Auch die groteske Form spontaner Selbstmorde, etwa durch Speer, Auspuffrohr oder Selbstentzündung an der Tankstelle können zuweilen ein Schmunzeln entlocken, was auf die Mutierten leider überhaupt nicht zutrifft.

Die Masken sind größtenteils lieblos ausgefallen, Konfrontationen gehen nur selten mit Suspense einher und auch atmosphärisch punktet allenfalls ein kurzer Ausflug auf den Friedhof. Am Ende bleiben Überraschungen komplett aus und auch der obligate Abschlussgag vermag nicht zu überzeugen. Selbst einige Outtakes werden vermisst, welche in diesem Subgenre mittlerweile schon dazugehören.

Natürlich kann heutzutage kaum eine Zombiekomödie das Genre mit frischen Ideen anreichern, obgleich sich mit subtilem Humor, einigen Referenzen und skurrilen Figuren ohne großen Aufwand etwas zusammenbasteln ließe, doch es benötigt eben auch ein Gespür für die wesentlichen und zündenden Zutaten, welche hier über weite Teile vermisst werden.
„Dead Before Dawn“ ist zwar noch nicht auf der Stufe von Peinlich und Ärgerlich, doch die geringe Substanz der Geschichte wird nur allzu selten genutzt, um daraus eine latent unterhaltsame Mischung zu gestalten. Also nur Hardcorefreunden schlichter Zombiekomödien zu empfehlen.
3,5 von 10


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