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Bourne Identität, Die (2002)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 14.06.2003, seitdem 578 Mal gelesen



Thriller ohne thrill

Als Vorlage für "Die Bourne Identität" diente der Bestseller des Schriftstellers Robert Ludlum. Doch leider wird der Film den hohen Ansprüchen der literarischen Vorlage nicht wirklich gerecht. Außerdem erinnert der Streifen in Bezug auf Story und Aufmachung eher an einen Film aus den 70er Jahren als an echtes Hightech-Kino des 21. Jahrhunderts. Wer noch die alten Krimis mit Alain Delon oder Jean-Paul Belmondo im Gedächtnis hat, der kann sich genau vorstellen, wie die "Bourne Identität" 'gestrickt' ist.

Die Story ist in ein paar Sätzen geschildert, sie enthält nämlich weder neues, noch ist sie atemberaubend originell:

Der Spezialagent Jason Bourne (Matt Damon) treibt angeschossen und mit totalem Gedächtnisverlust im Mittelmeer, wird aber von der Besatzung eines Fischerbootes vor dem Ertrinken bewahrt. Wieder an Land - wie könnte es anders sein - macht sich der Gerettete augenblicklich daran, Informationen über seine Identität herauszufinden. Einziger Fingerzeig: Die Nummer eines Bankschließfaches in Zürich. Bourne reist in die Schweiz wo er in seinem Schließfach das "typische Agentenzubehör" findet: Reisepässe mit seinem Bild aus aller Herren Länder, Unsummen Bargeld in verschiedenen Währungen sowie eine Pistole. Natürlich kann er sich keinen Reim auf diese Fundstücke machen.

Und ohne das er eine Ahnung hat warum, jagen ihn mit Verlassen der Bank sowohl die Polizei, als auch einige finstere Gestalten, die ihn offensichtlich ermorden wollen.
Nur Marie (Franka Potente), ein Mädchen das ihm zufällig über den Weg läuft, steht ihm bei seiner Flucht und bei der anschließenden Odyssee durch Frankreich bei...

Was sich einigermaßen spannend anhört, ist es in Wirklichkeit leider nur sehr bedingt. Zugegeben, die wenigen Actionszenen sind routiniert gemacht (vor allem eine längere Autoverfolgung in der Filmmitte) und echte Langeweile kommt zu keiner Zeit auf. Trotzdem ist die Handlung vollkommen unspektakulär und leicht vorhersehbar.

Auch der Cast läßt zu wünschen übrig: Die agierenden Charaktere sind entweder farblos (Franka Potente; Chris Cooper als Agent Conklin), da der Plot für sie einfach nicht viel hergibt. Oder sie sind unglaubwürdig (Matt Damon), weil seine Rolle so angelegt ist das er wie ein harmloses Milchgesicht wirkt, er aber dennoch mit Leichtigkeit alles und jeden einfach "wegpustet". Die Nebenrolle von Julia Stiles ist so unbedeutend, daß man sie eigentltich gar nicht erwähnen muß.

Fazit:
Man kann sich den Film ansehen, wird sich vermutlich einigermaßen kurzweilig unterhalten fühlen, wird ihn dann aber rasch vergessen und wahrscheinlich nie wieder sehen wollen. Typisches Ein-mal-Kino.


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