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Bourne Identität, Die (2002)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 22.10.2004, seitdem 423 Mal gelesen



2002 war das Jahr der Agenten. James Bond absolvierte seinen zwanzigsten Einsatz, Vin Diesel versuchte sich als Möchtegern-Bond namens Triple-X für die konsumsüchtige Handyklingelton-Generation und Ben Affleck wurde der Jack Ryan-Nachfolger von Harrison Ford. Afflecks Kumpel Matt Damon (Dogma) war ebenfalls als Agent unterwegs. Doch im Gegensatz zu "007 - Die another Day", "XXX" und "Der Anschlag" ist "Die Bourne Identität" der realistischste Agenten-Film.

CIA-Agent Jason Bourne (Matt Damon) wird mit zwei Kugeln im Rücken und einem Laserimplantat unter der Haut halbtot aus dem Meer gefischt. Als er aufwacht, stellt er fest, dass er sein Gedächtnis völlig verloren hat. Nach mehreren Attentaten auf sein Leben wird im schnell klar, dass er seine wahre Herkunft herausfinden muss. Ohne es zu wissen, wird Jason von seiner eigenen Organisation ins Visier genommen. Gemeinsam mit der Deutschen Marie (Franka Potente) begibt sich Jason auf die Suche, wobei sie ständig verfolgt werden...

Nach Flops wie "All die schönen Pferde" gelang Matt Damon mit diesem Film eine Art Comeback. Er verkörpert Jason Bourne mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und Menschlichkeit. Franka Potente (Blow) ist hier sozusagen als das erste "Bourne-Girl" zu sehen. Marie wird von ihr auf natürliche Weise dargestellt und wirkt nicht oberflächlich. Ergänzt werden die beiden Hauptdarsteller noch durch die ebenfalls exzellenten Nebendarsteller Clive Owen (King Arthur), Chris Cooper (American Beauty), Brian Cox (X-Men 2) sowie einer wenig auffallenden Julia Stiles (Save the last Dance).

Die Action in "Die Bourne Identität" wirkt stets realistisch (von dem Etagen-Jumping im Finale mal abgesehen) und kann so gut überzeugen. Höhepunkte sind daher Jasons kurze Schlägerei in der Botschaft, der Kampf mit dem Killer im Pariser Apartment und das Duell mit Clive Owen. Das Finale ist leider nicht so gut geraten und hat nur wenig Action vorzuweisen. Und die Flucht im Mini wurde ein Jahr später durch entsprechende Szenen in "The Italien Job" getoppt. Neben der gut gemachten Action ist der Film ziemlich spannend und auch das Ende bietet keine wirkliche Auflösung über die wahre Identität von Bourne.

Der Bestseller von Robert Ludlum, auf dem dieser Film basiert, wurde in den 80ern bereits schonmal mit Richard Chamberlain verfilmt, ist aber nicht so gut wie dieses Remake.

Wer also mal Erholung von BumBum-Xander Cage und dem routinierten James Bond braucht und zudem auf intelligente Action-Kost steht, sollte sich "Die Bourne Identität" nicht entgehen lassen.


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