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True Lies - Wahre Lügen (1994)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 23.08.2005, seitdem 3245 Mal gelesen



Handlung ("Inhalt" zu sagen, wäre unpassend):

Harry (der Gouvernör von Kalifornien) ist ein Ober-Super-Topagent. Seine Frau Helen (Jamie Lee Curtis) und seine Tochter (Eliza Duschkuh in einer frühen Rolle) sind jedoch nicht eingeweiht, sondern halten ihn für einen normalen Computer-Vertreter, während Super-Arnie böse, ölige islamische Terroristen wegballert. Schließlich bekommt Super-Arnie mit, daß sich Helen mit einem Typen trifft. Er läßt sie geheimdienstmäßig überwachen und versucht, ihr zur Auflockerung ihres Ehelebens ein wenig Geheimdienst-Äktschen zu bieten. Pech, daß sie dabei mit einem besonders bösen Terror-Buben in Konflikt kommen...

Leider habe ich vergessen, vor Anschauen des Films mein Gehirn in der Schublade zu deponieren. Aber nicht mal das hätte vermutlich verhindern können, daß einem bei dem unglaublichen Amerikanismus, den dieser Streifen verbreitet, mehr oder weniger schlecht wird.
Sicher kann man das ganze Hin und Her in diesem Film nun für eine Parodie halten, aber dabei handelt es sich m. E. sicherlich um ein unbegründetes Schönreden des Films. Was hier gezeigt wird, ist schlicht gewaltverherrlichend - im Gegensatz zu dem Inhalt vieler Filme, die wegen "Gewaltverherrlichung" beschlagnahmt sind. "True Lies" will uns zeigen: Gewalt ist ein legitimes Mittel zur Durchsetzung amerikanischer Interessen, und man soll es irgendwie lustig und unterhaltend finden, wenn die bösen Araber wie Vieh abgeknallt werden ("Guter Schuß, Marines").
Viele Filme hingegen, die Gewalt so abstoßend inszenieren, wie sie nun einmal ist, werden von der BRD-Zensur mit Verboten belegt.
Das ist wahrscheinlich die falsche Stelle, um dies zu diskutieren. Jedenfalls muß man sagen, daß außer ein paar Explosionen, vereinzelten lustigen Situationen, Frau Curtis und Frau Carrere dieser Film nur Schwarzeneggers Betonfresse, pseudowitzige Sprüche und menschenverachtende Gewalt zu bieten vermag. Was diese Gewaltdarstellungen so abstoßend macht, ist die Verharmlosung, mit der hier Massen von Personen kaltblütig um die Ecke gebracht werden. Danach kommt dann immer ein dämlicher "Oneliner" wie "Harry, hast du wieder Unordnung gemacht?" Wer so was witzig findet, tut mir leid. Der größte Teil dieses Films ist eine Beleidigung jedes halbwegs funktionierenden Verstandes, und wer mir sagt, ich solle das alles nicht so ernst nehmen, der soll sich mal das Weltbild eines durchschnittlichen US-Amerikaners anschauen, denn das sieht wohl in etwa so aus wie das, was dieser Film verbreitet.


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