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True Lies - Wahre Lügen (1994)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 30.05.2011, seitdem 1047 Mal gelesen



Der biedere Vertreter für Software Harry Tasker und seine attraktive Frau Helen führen mit ihrer pubertierenden, rebellischen Tochter Dana ein langweiliges und stinknormales Leben. So scheint es! Denn Harry ist in Wirklichkeit ein Top-Agent in Diensten einer geheimen Staatsbehörde, die sich der Terrorbekämpfung verschrieben hat. Ein Umstand, von dem jedoch nicht mal Harrys Familie etwas weiß.

Zurzeit bearbeitet Harry einen hochbrisanten Fall. Er beschattet die attraktive Kunsthändlerin Juno Skinner, eine gewissenlose Psychopathin, die mit fanatischen Terroristen aus Nahost gemeinsame Sache macht. Die arabischen Fundamentalisten sind im Besitz mehrerer nuklearer Sprengköpfe, die dazu dienen sollen, ihre Forderungen durchzusetzen und die USA unter Druck zu setzen. Trotz heftiger Kollision mit Salim Abu Aziz, gelingt es Harry nicht, den terroristischen Anführer zu stoppen.

Derweil fühlt sich Helen durch die ständige Abwesenheit ihres Mannes als Frau vernachlässigt. Ihr Leben stagniert und langweilt sie zu Tode. Auf der Suche nach einer Abwechslung gerät sie an einen zwielichtigen Gebrauchtwagenhändler und Gigolo, der ihr vorspielt, er sei Geheimagent und brauche sie für einen geheimen Auftrag. Natürlich mit der Absicht sie ins Bett zu kriegen!

Harry bekommt zufällig Wind von der Sache und nutzt die Ressourcen seiner Organisation, um Helen zu entführen und anonym die Wahrheit über die Ereignisse herauszubekommen, glaubt er doch, dass Helen ihn betrügt. Schon bald stellt er jedoch fest, dass der angebliche Geheimagent ein Fake ist und seine Frau ihn auch nicht betrügt. Um etwas mehr Würze in Helens Leben zu bringen, verschafft er ihr einen Scheinauftrag. Sie soll eine Wanze im Hotelzimmer eines Kontaktmannes anbringen. Doch Harrys aktueller echter Fall und seine kleine Spielerei verschmelzen, als sie im Hotel von den Terroristen überwältigt und entführt werden.

Helen erfährt nun alles über die wahre Identität ihres Mannes. Allerdings hilft sie ihm auch nicht gerade weiter, als sie verkündet, sie sei Harrys Ehefrau, was diesen nur noch angreifbarer macht. Nach einer explosiven Befreiungsaktion sind die meisten Terroristen tot, ein paar wenige versuchen allerdings mit Atombombe im Gepäck zu den Florida Keys zu entkommen, wo sie ihren Drohungen Nachdruck verleihen wollen. Mittlerweile sind jedoch auch Harrys Kollegen eingetroffen, allen voran Partner und Busenkumpel Albert Gibson. In einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd gelingt es Harry in letzter Sekunde die von den Terroristen entführte Helen zu retten. Allerdings haben Azis und seine Leute mittlerweile Harrys Tochter Dana als Geisel in ihre Gewalt gebracht und verschanzen sich mit ihr und einem verbliebenen Sprengkopf in einem Hochhaus in Miami. Harry schnappt sich kurzerhand einen Düsenjet, um Dana zu retten. Diese hat den Zünder der Bombe in ihren Besitz gebracht und befindet sich auf der Flucht vor Aziz. Wird es Harry Tasker gelingen, seine Tochter aus den Fängen der Fanatiker zu befreien und das Land zu retten?

Diese 1994 von James Cameron (Terminator 1 & 2, The Abyss, Aliens, Avatar) inszenierte James-Bond-Parodie weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Was wäre, wenn James Bond Frau und Kinder hätte, die zudem nichts von seiner Agententätigkeit wüssten? Ausgehend von dieser Prämisse, entspinnt Cameron ein wahnwitziges Gag- und Actionfeuerwerk, das gekonnt mit parodistischen Versatzstücken wie Sein und Schein in der Ehe, Treue und sonstigem Lug und Trug hantiert. Dabei ist True Lies beeinflusst von der französischen Komödie La Totale! und darf genau genommen als Remake bezeichnet werden. Für Cameron war es jedoch lediglich ein Ausweichprojekt, hatte er doch geplant, mit Michael Biehn in der Hauptrolle den Spider-Man-Stoff zu verfilmen. Für eine angemessene technische Umsetzung sah er aber die Zeit noch nicht gekommen. Der Film war sehr erfolgreich und spielte weltweit bei einem Budget von 110 Millionen Dollar mehr als das Dreifache wieder ein. Er wurde 1995 in der Kategorie Spezialeffekte für den Oscar nominiert, Jamie Lee Curtis gewann den Golden Globe und den Saturn Award; letzteres gelang auch Regisseur Cameron. Eine ursprünglich geplante Fortsetzung wurde auf Eis gelegt, da Arnie sich auf seinen politischen Wahlkampf konzentrieren wollte.

Für mich ist der Film die perfekte Mischung aus Action, Humor und Parodie. Arnie stellte einmal mehr unter Beweis, dass er der King of Action ist. Besonders in Erinnerung bleiben die atemberaubende Verfolgungsjagd zu Pferde, der Brücken-Stunt auf dem Highway sowie der grandiose Showdown mit dem Düsenjet. Was hier gezeigt wird, ist so herrlich übertrieben, dass es einfach nur noch Spaß macht. Dabei ist die Umsetzung aber dennoch verhältnismäßig bodenständig, da man sich zu der Zeit noch nicht ausschließlich auf CGI verließ bzw. die Effekte eben auch noch nicht soweit waren. Es stellt sich also zu keinem Zeitpunkt ein grauseliges Stirb langsam 4.0-Feeling ein. Jamie Lee Curtis (Halloween) als Harrys Frau Helen glänzt nicht nur schauspielerische Präsenz, sondern auch mit ihrem tollen Körper. Tom Arnold (Roseanne) gibt den dummlabernden Buddy und sorgt damit für zusätzlichen Comic Relief. Bill Paxton (Near Dark, Predator 2) wiederholt seine Paraderolle als Sprüche klopfende Nervensäge. Eliza Dushku (Wrong Turn) ist als Kinderdarstellerin angenehm wenig nervend. Tia Carrere (Wayne’s World) – nun…öhm…schwing! Art Malik (Der Hauch des Todes) gibt den bösen Araber. Und sogar Charlton Heston (Planet der Affen, Der Omega Mann) ist mit von der Partie. Der Soundtrack stammt von Brad Fiedel (Fright Night).


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