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True Lies - Wahre Lügen (1994)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 12.08.2012, seitdem 510 Mal gelesen



1989 lief mit "Lizenz zum Töten" der letzte "007"-Film in den Kinos an, der eine bis zu sechs Jahre anhaltende kreative Pause und Suche nach einem neuen, geeigneten "Bond"-Darsteller nach sich zog.
Mitten in die Planungen zur neuesten "007"-Mission mit dem Titel "GoldenEye" platzte der Kinostart von James Camerons Actionkomödie "True Lies", dem US-Remake einer französischen Komödie, auf dessen Buch Regisseur James Camerons Skript basierte.

"True Lies" ist ein big budgetierter Action-Overkill, ein Hybrid, der die Thematik sogenannter Buddy-Movies a la "Lethal Weapon" mit den genretypischen Klischees der "Bond"-Filme kreuzt und das alles zu einer effektgeladenen, lauten und brachialen Parodie aufbläst, die auf äußerst vielschichtige und ironische Art und Weise mit den altbekannten Versatzstücken des Action- und Agentenfilms bricht und mit Arnold Schwarzenegger jene Art von Geheimdienstspion präsentiert, die von den Herren Connery, Moore und später Brosnan in mehreren Einsätzen als "James Bond" verkörpert wurde.
Mit dem Unterschied, dass Schwarzenegger hier mit Tom Arnold ein gewitzter "Buddy"  und mit Jamie Lee Curtis ein trockenes Mauerblümchen als seine Frau zur Seite gestellt wurde, die nichts vom aufregenden Agentenalltag ihres Mannes Harry weiss.

Und so wird die actionreiche Jagd nach Atomsprengköpfen arabischer Terroristen von einer parallel verlaufenden Rahmenhandlung um Harrys Ehe begleitet, der glaubt, dass seine Frau ihn betrügt.
Beide Erzählstränge führen im Verlauf der Handlung zusammen und sorgen mitsamt der liebevoll durch den Kakao gezogenen Klischees für einigen Spaß, aber auch Längen, die die temporeiche Hatz des öfteren ausbremsen.
Wenn Harry seine Frau mit allem, was die Regierung an technischen Mitteln zur Verfügung stehen hat, observieren und abhören lässt, um letzten Endes nur einen schmierigen Hochstapler (Herrlich Bill Paxton als "Simon") zu schnappen, der sich selbst als Spion ausgibt um Frauen ins Bett zu kriegen, macht das sicherlich Spaß, nimmt aber auch sehr viel Spielzeit in Anspruch uns streckt "True Lies" letzten Endes auf satte 140 Minuten.
Und so gönnt sich der Film mehrmals ein paar Durststrecken, die zwischendurch mit sauber inszenierten Actionszenen und Situationskomik aufgewertet werden, bei der sicherlich eines der Highlights die Verfolgungsjagd zu Pferd ist, die im Washingtoner Marriot-Hotel ein schwindelerregendes Finale erlebt.

Von den gängigen Terroristen-Klischees einmal abgesehen, bietet "True Lies" dem Fan genau das, was er auch bei Kollege Bond zu sehen bekommt - augenzwinkerndes Entertainment mit einigen Übertreibungen und wenig Logik, einem fiesen Bösewicht (Art Malik) sowie einem "Good-Harry-Girl" (Jamie Lee Curtis) und einem "Bad-Harry-Girl" (Tia Carrere).
 Vor allem Curtis Wandlung von der spröden Schreckschraube zum heißen Feger ist erstaunlich gelungen - ihr als auch der bezaubernden Carrere wird allerdings die Show von einem fast einstündigen Finale gestohlen, bei dem Cameron nicht nur die Florida Keys mit einer Atombombenexplosion dem Erdboden gleichmacht, sondern Harry mit einem Kampfflugzeug unter den Terroristen aufräumen lässt.
Das ist alles dermaßen übertrieben, aber umso perfekter in Szene gesetzt, dass es trotz aller Unlogik einfach nur Spaß macht.

7,5/10


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