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Prometheus - Dunkle Zeichen (2012)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 20.09.2012, seitdem 1643 Mal gelesen



Bis zum Jahre 2093 muss sich technisch noch Einiges tun, damit perfekte Androiden aussehen wie Michael Fassbender und medizinische Kapseln mal eben auf Knopfdruck einen Kaiserschnitt vornehmen können. Aber die Visionäre Ridley Scott und Autor Damon Lindelof haben sich über die meisten Elemente ihrer Fast-Alien-Vorgeschichte genügend Gedanken gemacht, um die Klärung der meisten Fragen den Fans oder den Machern etwaiger Fortsetzungen zu überlassen.

Als Archäologen im Jahr 2089 uralte Wandmalereien vergleichen, fällt bei allen Motiven die Darstellung eines identischen Sternbildes auf, welches auf einen fernen Planeten hindeutet, auf dem außerirdische Schöpfer der Menschheit vermutet werden. Doch als die Prometheus auf LV-223 landet und ein Team das Raumschiff verlässt, scheint das Schicksal der Menschheit besiegelt…

Mit den ersten Einstellungen untermauert Scott bereits seine Stärke für eine markante Optik, als eine menschenähnliche Figur an einem Wasserfall einen ominösen Drink zu sich nimmt und kurz darauf ins Wasser stürzt und zerfällt. Danach konzentriert er sich allerdings viel zu ausführlich auf die schwach gezeichneten Figuren, welche aus dem Baukasten einer typischen Raumschiffcrew stammen dürften. Einzig der Androide David bietet einen undurchschaubaren Charakter, welcher zuweilen Handlungen verfolgt, welche nicht im Sinne der Crew sein dürften, womit seine Ziele Spannung und ein Mitgrübeln erzeugen.

Auf der anderen Seite ist die Erzählung überladen von Andeutungen und Rätseln. Was hat es mit den Hologrammen auf sich, ist Weyland-Boss Meredith (Charlize Theron) überhaupt humanoid und wenn uns Aliens erschaffen haben, wer hat dann die Aliens erschaffen?
Die Story greift viele Fragen auf und beantwortet überwiegend Nebensächlichkeiten, bis Scott für den Showdown noch ein paar konventionelle Verlaufsmuster herauskramt, damit auch der Mainstream ein wenig befriedigt wird.

Dennoch vermag die Optik einige Mankos der holprigen Erzählung kaschieren, denn die Sets sind detailverliebt ausgestattet, die Landschaften überaus stimmungsvoll in Szene gesetzt und bei alledem ist der Einsatz von CGI fast nicht zu bemerken.
Auch die auĂźerirdischen Lebensformen sind ansprechend in Szene gesetzt, zumal diese fĂĽr ein paar kurze aber knackige Einlagen sorgen, wobei reine Actionfans nicht allzu viel erwarten sollten.

Ordentliche Schauwerte bietet der Streifen am Ende definitiv und auch darstellerisch erlaubt sich niemand einen Fehltritt, doch die etwas unausgegorene Erzählweise mit nicht unerheblichen Längen im Mittelteil sorgt für einen Spannungsbogen, der latent von merkwürdig konstruierten Nebenhandlungssträngen durchzogen ist.
Eingefleischte Genrefans und die Alien-Hardcore-Fraktion kommen definitiv auf ihre Kosten, Filmfreunde die „nur“ einen unterhaltsamen Sci-Fi-Beitrag mit etwas Tiefgang erleben möchten, sollte demgegenüber nicht zu viel erwarten, denn möglicherweise ist es mal wieder an James Cameron, mit „Alien Preloaded“ eine Steigerung zu bewirken und ein paar Fragen mehr als hier zu beantworten…
6 von 10


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