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Jack Reacher (2012)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 02.01.2013, seitdem 1500 Mal gelesen



Der Film beginnt mit einem Blutbad. Auf öffentlicher Straße werden fünf Menschen von einem Scharfschützen erschossen. Und das einzige, was der verdächtige Ex-Scharfschütze James Barr (Joseph Sikora) sagt, ist: "Holt Jack Reacher!"
Und das ist erst der Beginn eines Katz-und-Maus-Spiels, in dem Tom Cruise als Titelheld den furchtlosen Kämpfer für Gerechtigkeit gibt, ohne sich bierernst zu nehmen. Zusammen mit Barr´s Anwältin Helen Rodin (Rosamund Pike) untersucht er das Massaker und stößt dabei auf einen Komplott, in dem offenbar ein ehemaliger sowjetischer Häftling (Lass knacken: Werner Herzog) die Fäden zieht...


Wer es nicht weiß, "Jack Reacher" basiert auf dem Roman von US-Autor Lee Child, der es schon auf insgesamt 17 Episoden mit seinem Held Reacher geschafft hat.
In den Büchern ist Jack Reacher ein fast zwei Meter großer Hüne, der gerade mal seinen Ausweis, eine Kreditkarte und eine zusammenklappbare Zahnbürste bei sich trägt. Keine Tasche, keine Wäsche zum Wechseln, keine Fotos, nichts von Bedeutung.
Und gerade nach dem Ansehen des Films kam mir der Gedanke auf, dass mit Tom Cruise sicherlich nicht die Idealbesetzung gefunden wurde. Der Charakter, der immer locker flockige Sprüche auf der Lippe hat, wäre eher von Dwayne Johnson gespielt worden - noch besser hätte diese Rolle zu Schwarzenegger gepasst, wenn er das entsprechende Alter hätte...

"Jack Reacher" beginnt atmosphärisch dicht. Der Scharfschütze (Jai Courtney) stoppt seinen Van im Parkhaus, sitzt sich mit einer Seelenruhe an die Außenwand und macht ein paar Zielübungen mit seinem Gewehr, ohne jedoch abzudrücken. Dies darf der Zuschauer durch das Zielfernrohr miterleben und mir persönlich jagt es immer Angst ein, wenn man sieht, wie leicht man auf öffentlicher Straße erschossen werden könnte.
Nach dem Auftakt ging es mir zu schnell mit den Fakten, ich fragte mich, woher die Polizei  so schnell den vermeintlichen Täter James Barr aus dem Hut gezaubert hat. Naja, Latte. Dann darf Tom Cruise ran und nach und nach entfaltet sich der Charakter, der auch so im Buch beschrieben, was jedoch nicht immer unter Tempo passiert.
Da wird erstmal jeder Spur nachgegangen, Cruise und die Anwältin lernen sich kennen und man kann dies schon ein wenig als lahm und verwirrend bezeichnen. Jedoch stellt sich aus den vielen Puzzleteilen eine wirtschaftliche Verschwörung heraus, die im Nachhinein gesehen sehr gut durchgeführt wurde. Obwohl Cruise stets  flotte Oneliner parat hat, bleibt die Grundstimmung zunächst düster. Doch spätestens in einer "Badewannen-Szene" fragte ich mich dann zum ersten Mal, ob ich hier nicht in einer Komödie sitze. Und trotz der noch vorhandenen Härte wird der Film lockerer und witziger, vorallem als dann endlich mal auch Robert Duvall als Schützenhaus-Betreiber randarf. Ich frage mich jedoch nur: Passen die Humoreinlagen  jetzt zu diesem Film oder eher nicht? Naja, auf jeden Fall wurde das düstere Geschehen dadurch aufgelockert um in einem bleihaltigen Finale zu enden.


"Jack Reacher" ist eine One-Man-Show geworden, die anfangs etwas Anlaufzeit benötigt um in die Puschen zu kommen. Draufgängerisch, zielsicher und schlauer wie jeder andere schlawinert sich (Fehlbesetzung) Tom Cruise durch ein Komplott, das zwar nichts Neues und auch keine Wendungen bietet, aber dennoch sehr unterhaltsam vonstatten geht. Ein wenig mehr Action hätte es jedoch sein können.

8/10


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