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Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 24.02.2013, seitdem 714 Mal gelesen



John McLane ist (mal wieder) zurück, bereits zum fünften Mal darf er den Cop, den keiner tot bekommt, spielen. Und wie auch im vierten Teil darf McLane nicht verkatert aufstehen oder eine Zigarette nach der anderen paffen - dank Hollywood´s Wellness Policy...

John McLane reist nach Russland, da sein Sohn Jack (Jai Courtney) in der Klemme steckt. Dort angekommen, muss John jedoch feststellen, dass sein eigener Sohn selber mit der Waffe umgehen kann und mitten in eine verdeckte CIA-Ermittlung platzt, in der sein Sohn ein Häftling namens Komorov (Sebastian Koch) rettet, der brisante Informationen über den amtierenden Innenminister hat, der mit dem Weltfrieden gar nicht so auf  Kuschelkurs ist und lieber atomare Waffen bauen will. Als sich das Trio schon in Sicherheit zu befinden scheint, schlagen die russischen Schergen zurück...


Schon der vierte Teil der "Stirb langsam"-Reihe war den Oldschool-Fans ein Dorn im Auge. Zu weichgespült, zu weit weg von der eigentlichen Grundhandlung bzw. dem Hauptcharakter, McLane war immer der Durchschnittsbulle aus NYC, der verkatert im Unterhemd Terroristen bekämpfte. Zur falschen Zeit am falschen Ort eben.
Die Buddy-Komponente mit Jungspund Matthew Farrell fanden viele auch deplaziert. Schon dieser vierte Teil fügte sich gehorsam in das aalglatte Actionkino-Erlebnis von Heute ein, der für die Smartphone-Facebook-Generation ein guter Ritalin-Ersatz war. 

Nun, wo der vierte Teil aufhörte, die Fans der alten Garde zu verärgern, setzt der fünfte noch einen drauf. Obwohl der Film gut anfängt, riecht er schon so nach den typischen osteuropäischen Billig-Filmen, in denen sich Van Damme, Lundgren und vorallem Steven Segeal versuchen. Was soll das bitte? Ein McLane in Russland, tzz.
Doch da man ja 92 Mio US-Dollar als Budget am Start hatte, sieht hier dementsprechend gar nichts billig aus und man darf im ganzen Film drei wirklich geniale Action-Szenen begutachten, für die mit Sicherheit  eine Stange Geld draufgegangen ist.
Nun zurück zum Film: Aus dem guten Anfang entwickelt sich ein Film, dessen Drehbuch scheinbar von einem fünfjährigen auf die Maltafel zusammengekritzelt wurde. Der Film eiert vor sich hin in einer wirklich dahingerotzten 08/15-Story, die keinen Zuschauer vom Hocker reißen dürfte. Die Buddy-Komponente wird diesmal vom Sohnemann übernommen, der kein gutes Verhältniss zum Vater hat und an diesen Stellen kommt mir John doch arg weichgespült vor. Als müsse man mit der Brechstange einen Hauch von Familiendrama mit einbauen.
Ansonsten ballert man sich durch namen- und gesichtslose Terroristen und wird feststellen, dass diesmal ein Hauptantagonist komplett fehlt. Als die Reise dann zum Schlussdrittel hin auf nach Tschernobyl geht, driftet der Film komplett ins Unglaubwürdige ab. Macht ja nix. Im vierten Teil boxte  ein McLane ja schon gegen einen Düsenjet, also kann man da ruhig noch eine Schippe drauflegen.
Das einzig Positive, was vom Ur-Charakter geblieben ist, sind seine zynischen Sprüche. Die sitzen weitestgehend und erinnern an die gute alte Zeit, als die Action und Story noch mehr zählten, als das Einspielergebnis.

Wäre dieser Film unter einem anderen Namen erschienen, könnte man ihm sechs Punkte geben, da er Hirnaus-Nonstop Action vom Feinsten bietet.
Aber "Ein guter Tag zum Sterben" ist eben eine Fortsetzung von einer Filmreihe, die in den 80ern Geschichte schrieb. Und diesem Sequel kann man nur bescheinigen, dass jeder der Beteiligten zur Demontage der Reihe beiträgt.
Für Leute, die es nur krachen sehen wollen ist "Stirb Langsam - Ein guter Tag zum Sterben" ein Schmankerl.
 Für Oldschool-Fans ein Schlag ins Gesicht. Kurz zusammen gefasst: 92 Mio Dollar in den Sand gesetzt.

Knappe 3/10


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