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Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 20.03.2013, seitdem 668 Mal gelesen



"Gute Trefferquote für nen alten Mann."

Obwohl der Kontakt zu seinem Sohn Jack (Jai Courtney) bereits seit Jahren abgebrochen ist, macht sich John McClane (Bruce Willis) ohne zu zögern auf die Reise nach Moskau, als Jack dort im Gefängnis sitzt. An dem Tag seiner Gerichtsverhandlung soll auch dem Russen Yuri Komarov (Sebastian Koch) der Prozess gemacht werden. Terroristen sprengen aber das Gerichtsgebäude und versuchen Komarov zu entführen. Jack hat diesen bereits zuvor in Gewahrsam genommen und ist mit ihm auf der Flucht, als sich sein Vater John einmischt und den Fluchtplan ruiniert. John erfährt, dass Jack verdeckt bei der CIA arbeitet und Komarov den Schlüssel zur Belastung eines Politikers bildet. Gemeinsam mit seinem Sohn macht sich John auf die Suche nach einer Akte, auf die es auch die Terroristen abgesehen haben.

Für den fünften Teil der "Stirb langsam"-Reihe muss sich der geneigte Fan ein wenig umstellen. Nicht nur die Örtlichkeit wechselt auf einen anderen Kontinent, auch die Laufzeit fällt kürzer aus und der Anteil an Actionszenen wirkt höher als bisher. Erwartungen zurück nehmen ist angesagt, denn nur dann erwartet den Zuschauer einen brachialen Actionfilm, der nicht das hohe Niveau der Reihe erreicht.

Regisseur John Moore ("Max Paye", "Der Flug des Phoenix") gelingt es nicht die spannende Atmosphäre eines abgeschlossenen Szenarios des Hochhauses oder des Flughafens der ersten beiden Teile zu erzeugen. "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben" ist zu offen ausgelegt und übertrieben präsentiert um diese beklemmende Stimmung zu simulieren.
Auch mit der Handlung liegt Moore auf Kriegsfuß. Der Film ist durch seine recht kurze Laufzeit nicht nur sehr kompakt erzählt, auch die häufigen Unplausibilitäten und Unwahrscheinlichkeiten wirken störend auf den Erzählfluss. Davon abgesehen fehlt es an Interaktion zwischen den sehr eindimensionalen oder überflüssigen Charakteren.

Die knapp gehaltene Geschichte kommt der Action wiederum zu Gute. Dank flotter Verfolgungsjagden mit dicken Trucks und jeder Menge Explosionen, Feuergefechten in verwinkelten Gassen oder Häusern sowie einer effektreichen Szene mit einem Helikopter bietet "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben" eine Menge Abwechslung. Die digitalen Effekte gliedern sich gut in die verwahrloste Kulisse ein und die Soundkulisse wirkt bombastisch.
Weniger ansprechend ist die teils üble Kameraführung. Gerade zu Beginn ist das Stilmittel der verwackelten Kameraführung ein Graus, der sich im weiteren Verlauf des Films zum Glück legt.

Gegen Bruce Willis' ("The Expendables"-Reihe, "Planet Terror", "Sin City") einnehmende Präsenz in seiner Paraderolle hat Jai Courtney ("Spartacus") wenig entgegenzusetzen. Ohnehin haben sämtliche weiteren Darsteller eine ausschließlich zweckmäßige Funktion. Sebastian Koch ("Black Book") kommt nie so richtig in seine Rolle rein. Mary Elizabeth Winstead ("The Thing", "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt") und Cole Hauser ("Good Will Hunting") werden durch ihre kleinen Gastauftritte kaum wahrgenommen.

"Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben" ist ein solider Actionfilm, dem es an Dynamik, Plausibilität und der klassischen Raffinesse der Reihe mangelt. Während man über die schlichte Handlung und die teils heftigen Logiklücken gerade so drüber wegsehen kann, nerven schlecht eingebundene Charaktere und die anstrengende Kameraführung doch ganz gehörig. Der mal bissige, mal ironische Humor ist stimmungsvoll und die Action angenehm brachial. Schade, dass Moore einfach nicht das Feingefühl hat, den Charme der einstigen Filme einzufangen. Sehr knappe ...

8 / 10


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