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Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 19.01.2015, seitdem 359 Mal gelesen



Glatteis bedingt musste der geplante Sonntags - Kinoabend ausfallen, aber he, der Stefan Raab Gedächtnissender "Froh 7" hatte ja immerhin "A good Day to die hard" im Angebot. Nicht dass ich mir weiss Gott was erwartet hätte; war doch schon Teil 4 ziemlich daneben. (Eigentlich sind eh nur Teil 1 + 2 "echte" Die hard's).
Aber was mir da von den Herren Woods, Drehbuch und Moore, Regie aufgetischt wurde, das haut den stärksten Eskimo...sorry, Inuit vom Snowmobil.
Gott der Gerechte, wie kann man eine (ehemalige) Ikone des Hollywood Actionkinos derart demontieren??

Es wird sanft gespoilert. Aber im Ernst, das ist auch völlig wumpe!

O.K., ein paar Worte zur hauchdünnen Story. Paps John erfährt, dass sein missratener Sprößling Jack ( der übrigens eher aussieht wie ein ausserehelicher jüngerer Bastardbruder der Klitschkos, wie der "Sohnemann" von Bruce Willis), in Russland im Knast sitzt. Also flugs ab in den Airliner und Kurs auf Moskau. Ohne Gepäck, versteht sich.
Dort angekommen trifft man sich per Zufall und es stellt sich raus, dass Söhnchen agentenmässig einen auf Ethan Hunt macht, der grade eben den wichtigsten Kronzeugen vonne Welt vor einem Fieslingsanschlag rettet. Da kommt Papa natürlich wie gerufen. Und eben jener, legt gleich richtig los - trotz Jetlag

Nun aber zum Wesentlichen. Was bekomme ich als Zuschauer denn geboten, von dem, was sich da auf dreisteste Art den Titel "Die hard" gekla......geborgt hat?

Eine hanebüchen unmögliche Autoverfolgungsjagd zu Anfang (ok, Hirn aus!!), bei der gefühlt der gesamte Restbestand an Opel Vectra C und Ford Mondeos zerschrotet wird. Dabei gaukelt der hektische Schnitt oftmals Tempo und Dynamik vor, die nicht wirklich vorhanden sind. Als Goodie obendrauf gibts reichlich Product Placement einer schwäbischen Autoschmiede. O.k., ist ja mittlerweile Gang und Gäbe.
Es gibt einen unkaputtbaren Grandpa McClane, den weder mehrfache Überschläge mit dem Auto ( ohne Gurt!!), noch Stürze durch mehrere Etagen eines Baugerüsts oder ein mit maximaler Muskelkraft geführter Schlag mit einem Gewehrkolben mitten in die Fresse nachhaltig ausbremsen können.
Obwohl er ab und zu schon etwas desorientiert wirkt.
Dazu kommt dieser holzschnittartige Sohndarsteller Jay Irgendwas, den ich hoffentlich nie wieder in einem Film sehen muss. 
Und warum man aus etwa 7366 geeigneten Kandidaten ausgerechnet Sebastian Koch als Bösewicht  casten musste....keine Ahnung.
Gespickt ist der ganze Schmonzes mit Logiklöchern, Ungereimtheiten und einzelnen Anschlussfehlern ( Scheinwerfer kaputt, Scheinwerfer heile, dann wieder kaputt). Da fährt man mal eben binnen sechs, sieben Stunden von Moskau nach Tschrnobyl ins havarierte AKW !!!!!!, jawollo. Dort versprühen die Gangster dann ein Huschi - Buschi Spray, welches die Radioaktivität im Innern der Ruine auf NULL reduziert. ALSO BITTE !!!!!!!!

Und über all dem unfassbaren Geschehen liegt fortwährender Action- Krawall, sehr oft CGI gestützt.

Immerhin wird im Grande Finale der Oberfiesling hübsch geschreddert, die Welt von Nuklear - Terroristen befreit und Vater und Sohn gestehen sich ihre Liebe. Rein platonisch, versteht sich.

Fazit: Teil 5 hat nix, aber auch rein gar nix von der ursprünglichen "die hard" Idee. Es kommt keine Spannung auf, von Ironie mal ganz zu schweigen. Die wenigen Oneliner von Bruce sind nur noch blasse Plagiate der beiden Originalteile (1 +2).
Kurzum - volle Lotte vor die Wand gefahren.

Grade mal 3 Punkte. Maria voll der Gnade :-/

P.S. Tip für alle Kids der "Transformers" und "Fast and Furious" Generation. Fragt mal Papa oder Onkel Werner nach den ersten zwei, meinetwegen auch drei Teilen von "Die hard" und schaut euch die mal möglichst konzentriert an. Dann werdet ihr erkennen, mit welchem Schrott wir alle heutzutage abgespeist werden!! Yippy - ya - yeh....Schweinebacke "


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