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Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 02.12.2017, seitdem 8 Mal gelesen



kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 16.02.2013

Machen wir uns nichts vor - die fetten Zeiten dieser Reihe sind längst vorbei. Dass allerdings erst jetzt das große Erwachen kommt und nicht schon vor sechs Jahren, als bereits Len Wiseman jegliches Flair herausgequetscht hatte, befremdet ein wenig. Was John Moore mit John McClane macht - und nach Katastrophen wie "Das Omen" und "Max Payne" lässt ihn das immer noch nicht besser dastehen - ist kaum nennenswert besser oder schlechter als der Vorgänger. Wer nur mal einen Blick auf die reine Laufzeit wirft, bemerkt schon, dass Moore immerhin mit offenen Karten spielt, indes Wiseman einen Alibi-Plot um einen alten Haudegen in einer Neo-Tech-Welt umsetzte. Moore wirft McClane in einen abgeriegelten Mikrokosmos ohne Peripherie; unbeteiligte Menschenmassen und die Bebilderung einer über ihnen schwebenden Gefahr bleiben aus, prügeln dürfen sich Vater und Sohn mit den Gegnern weitestgehend abseits von allem.

Für einen "Stirb Langsam" ist das die denkbar schlechteste Entscheidung, aber wie konnte man hier auch mehr erwarten. Immerhin wird in punkto Action mörderisch auf die Kacke gehauen, und ist man dazu in der Lage, diesen Film als namenloses Bruce-Willis-Actionvehikel zu begreifen - was schon angesichts der immergleichen Kahlheit auf dem Schädel nicht so schwer fallen sollte - kann man eine Menge Spaß haben, denn in dieser Kategorie immerhin wird Wiseman unbedingt geschlagen, alleine schon durch die Bay-eske Straßenkarambolage.

Die Vater-Sohn-Konstruktion zündet nicht? Justin Long jedenfalls hat auch nicht mehr entgegenzusetzen gehabt, wenn, dann muss man hier mit Samuel Jackson argumentieren. Jai Courtney per se schlägt sich immerhin solide, denn nachdem er anfänglich im humorlosen Jack-Reacher-Modus steckenzubleiben scheint, taut er immer weiter auf. Leider kann er nichts dagegen tun, dass die Dialogschreiber den uralten Konflikt zwischen einem Mann und seinem Erzeuger aufgesetzt erscheinen lassen (ein sofortiges Verständnis der McClane-Männer, gerne auch in Abgrenzung gegen die biestigen McClane-Frauen, hätte organischer gewirkt).

Sebastian Koch war blass? Was war dann Timothy Olyphant? Wiederum lässt sich nur mit Alan Rickman, Jeremy Irons und mit Abstrichen William Sadler argumentieren.

So bleibt im Tenor festzuhalten, dass "Ein guter Tag zum Sterben" in der Tat ein ordentlicher Actionfilm und ein schwacher "Stirb Langsam" ist, nur ist diese Erkenntnis leider keine neue. Die Reihe war 1995 endgültig abgeschlossen und alles, was danach kam und vielleicht noch kommen mag, werden Anhängsel sein.

*weitere Informationen: siehe Profil


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