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Frankenstein Theory, The (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 21.05.2014, seitdem 390 Mal gelesen



Die Höhen und Tiefen im Bereich des Found Footage sind eklatant, denn während Streifen wie "REC" das Maximum aus der eingeschränkten Sicht der Handkamera herausholen, dümpeln Streifen wie der Vorliegende ereignislos vor sich hin und man fragt sich, warum der Fokus überhaupt erst auf den pseudo-dokumentarischen Stil gelegt wurde.

Ein Filmteam wird vom Forscher Venkenhein engagiert, um ihn zum nördlichen Polarkreis zu begleiten, da er dort die wahren Ursprünge der Frankenstein-Kreatur zu finden erhofft. Trotz der Skepsis der Crew wagt man sich in die eisige Einöde und eines Nachts wundern sich die Campierenden, warum plötzlich die heulenden Wölfe verstummen...

Es könnte auch jedes andere Monster bemüht werden können, - einen Unterschied hätte es vom Ablauf der Geschichte her nicht gegeben, da man die Kreatur lediglich in der allerletzten Einstellung sieht, was demnach auch ein kanadischer Redneck im Kostüm eines Neandertalers sein könnte. Die Vorgeschichte mit Vorbereitungen des Teams ziehen sich leider elendig und anstatt sich mit ellenlangen Erklärungen über das Forschungsprojekt auszulassen und einen komplett unnötigen Zwischenstopp bei einem drogenabhängigen Zeitzeugen einzulegen, wartet man eine geschlagene Stunde, bis die grummelnde Kreatur erstmalig zuschlägt.

Dieses geschieht grundlegend außerhalb des Blickwinkels der Kamera, was zu einer entsprechende Blutleere führt, auch wenn am Rande zwei Leichen erfasst werden.
Zwar punktet die abgeschiedene Atmosphäre im Eis, doch die Bedrohung wird zu lapidar eingestreut, um überhaupt ein Mitfiebern zu bewirken, zumal ein schlichtes Grollen irgendwo in der Ferne etwas zu wenig ist, um Unwohlsein zu manifestieren.

Stattdessen gibt es regelmäßig Zank in der Gruppe, der einheimische Führer interveniert stets in belehrender Form und ein Sympathieträger kristallisiert sich nicht heraus, obgleich die wenigen Figuren zumindest so etwas wie ein oberflächlich gezeichnetes Profil mitbringen.
Zwischenzeitlich geht die Authentizität aufgrund unterlegten Scores und Zeitrafferbildern komplett verloren, nur die Mimen performen einigermaßen brauchbar, wenn auch nicht übermäßig nuanciert.

Bei alledem wartet man ungeduldig auf einschneidende Erlebnisse, auf Konfrontationen oder zumindest den Hauch eines Angriffes, - doch bis zum recht kurz gehaltenen Showdown ereignet sich wahrlich nichts, was auch nur ansatzweise mit Gruseln zu tun hätte.
Stattdessen erdrückt die Dialoglast und ausufernde Ereignislosigkeit die Situation und man wünscht sich beinahe einen einfachen Statisten im Fellkostüm, um zumindest kurzfristig den Yeti vorbeischauen zu lassen.

Mal abgesehen von der oberflächlich abgehandelten Theorie über den Ursprung des Frankenstein-Romans und notdürftigen Versuchen, mit Nachtsichtfunktion etwas Abwechslung ins Geschehen zu bringen, ist der Stoff an unkreativer Leere kaum zu unterbieten. Bis auf eine Handvoll atmosphärischer Momente wird sämtliches Potential quasi ins Eis gesetzt. Dröger Stoff, der weder Spannung, noch eine unbehagliche Atmosphäre mit sich bringt und bei dem die Handkamera kaum einen Unterschied zur normalen Kamera ausmacht, weshalb selbst Found Footage Fans kaum den gewünschten Effekt erhalten dürften.
Knapp
3 von 10


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