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12 Years a Slave (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 26.01.2014, seitdem 994 Mal gelesen



1841 lebt der Afro-Amerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) als freier Mann mit seiner Familie in New York. Als er zwei Männer für einen Auftritt als Violinenvirtuose nach Washington begleitet, wird er betäubt, in Ketten gelegt und nach New Orleans verschleppt, wo er als Sklave an den Plantagenbesitzer Ford (Benedict Cumberbatch) verkauft wird…

Es muss erst ein britischer Regisseur kommen, Steve McQueen (geb. 1969, „Shame“ 2008, „Hunger“ 2011), um eines der größten Verbrechen der US-amerikaischen Geschichte angemessen auf die Leinwand und damit in das Gedächtnis der Menschen zurück zu bringen. John Ridleys Drehbuch basiert auf der 1853 erschienenen Autobiografie von Solomon Northup und wird von McQueen mit einem Budget von 20 Millionen Dollar zum großen Teil in New Orleans realisiert, einem ehemaligen Zentrum des unmenschlichen Sklavenhandels: „Das Gefühl zu wissen, dass wir an der Stelle waren, wo diese Sachen passierten, war so mächtig und emotional. Das Gefühl mit Geistern zu tanzen, es ist spürbar.“, sagt Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor („Endgame“ 2009, „Salt“ 2010) im Interview. Auch sonst ist der Regisseur um höchste Authentizität bemüht, in realistische Farben ist die Kamera immer ganz nah an den Figuren und ihren ergreifenden Schicksalen. Ihr Leid wird förmlich spürbar, wie auch die stets präsente Gewaltandrohung der Peiniger, die sich in einigen Szenen entlädt. Dabei verzichtet McQueen auf die explizite Darstellung der Peitschenschläge, die Wundmahle am Körper der Geschundenen sind schlimm genug anzusehen. Alle Darsteller überzeugen durch höchst realitätsnahes Spiel, vor allem Chiwetel Ejiofor und Lupita Nyong’o als Patsy, hilfloses Opfer des Baumwollfarmers Edwin Epps, einem Micheal Fassbender („Inglourious Basterds“ 2009, „Prometheus – Dunkle Zeichen“ 2012) in einer ungewohnt sadistischen Rolle, die ihm seine 1.Oscar-Nominierung einbringt. Insgesamt ist „12 Years a Slave“ in 9 Kategorien nominiert, inkl. Bester Film und Beste Regie.
Ein ergreifender, höchst menschlicher und vor allem, ein wichtiger Film. (9/10)


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