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Blue Jasmine (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 10 / 10)
eingetragen am 13.11.2013, seitdem 704 Mal gelesen



High-Society-Lady Jasmine (Cate Blanchett) lebt im Luxus. Doch als ihr Ehemann (Alec Baldwin) wegen schweren Betrugs in den Knast wandert, steht sie vor einem Scherbenhaufen. Ihr Hab und Gut wird beschlagnahmt und Jasmine muss, psychisch schwer angeschlagen, nach San Francisco zu ihrer Schwester (Sally Hawkins) ziehen, die in bescheidenen Verhältnissen lebt…

Es bedarf schon eines wahren Meisters im Regiefach um so ein schwieriges Thema wie den Niedergang eines ehemals strahlenden Sterns am Firmament New Yorks zu einer verarmten, psychisch kranken Frau an der Ostküste mit solch einer Leichtigkeit auf die Leinwand zu bringen. Denn auch wenn der mittlerweile 77-jährige Woody Allen ein tief berührendes Drama dreht, verzichtet er in einzelnen Szenen nicht auf seinen skurrilen, aber liebenswerten, eben Allen-typischen Humor. Dabei erzählt er seine Geschichte im steten Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblenden, wobei der drohende Absturz der Titelfigur immer deutlicher wird. Danach ist Jasmine nicht fähig mit dem Verlust von Ehemann, Wohnung am Time Square und schließlich sogar ihrem Sohn umzugehen. Zugedröhnt von Wodka und Antidepressiva verliert sie immer mehr den Bezug zur Realität, hat Aussetzer in denen sie vor sich hin murmelt und ist unfähig auf eigenen Beinen zu stehen. Denn all ihr Selbstwertgefühl war immer abhängig von der Anerkennung ihres Umfelds, die ihr nun komplett abhanden gekommen ist.
Wieder mal erweist sich Woody Allen auch als Meister in Sachen Schauspielführung und treibt seine Darsteller zu Höchstleistungen. Cate Blanchett („Elisabeth“ 1998, „Der Herr der Ringe“ 2001-03), die ihm zugesagt hatte ohne das Drehbuch zu kennen (ZDF-Interview), spielt einfach zum Niederknien. Eigentlich genauso stark ist Sally Hawkins („Happy-Go-Lucky“ 2008) als einfach gestrickte, aber herzliche Schwester. Und auch die oft eher hölzern agierenden Bobby Cannavale („Movie 43“ 2013) und Alec Baldwin („Mississippi Delta“ 1996) laufen hier zur Höchstform auf. Obwohl sich die Geschichte erst Stück für Stück entfaltet, hat man bereits nach wenigen Minuten das Gefühl die Figuren schon jahrelang zu kennen. Ein Verdienst eines großen Regisseurs, der mit „Blue Jasmine“ ein Drama höchster Qualität und großes Schauspielerkino präsentiert. Ein bewegendes Alterswerk und ein Fest für den Filmfreund, an dem es rein gar nichts zu bemängeln gibt. (10/10)


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