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Flesh + Blood (1985)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 24.05.2005, seitdem 936 Mal gelesen



Paul Verhoevens siffiger Mittelalter-Streifen "Fleisch und Blut" der zwei Jahre vor dem grandiosen "Robocop" entstand, zeugt von der neu eingeschlagenen Machart des HollĂ€nders: Sex & Gewalt, zwei Faktoren die seine folgenden Filme zeichnen sollten. Hier jedoch ist der Gewaltanteil noch gemĂ€ĂŸigt, wenn auch die gesamte AtmosphĂ€re sehr dunkel und mies ist. Vielmehr sind es die zahlreichen Vergewaltigungen die die Kritiker aufschrien ließen und einen großen Anteil im Film einnehmen. So war es halt im Mittelalter - "take what you can get" - ohne RĂŒcksicht auf Verluste. Das Fußvolk hat nichts zu melden, die Pest holt sich ihre Opfer, Leiber werden durchbohrt; es war halt nicht ohne. Verhoevens Darstellung des Mittelalters darf daher zu den realistischeren Filmen gezĂ€hlt werden, wenn auch manche "futuristische" Idee wie der Raketen-Speer oder die ausziehbare ZugbrĂŒcke ein wenig zum LĂ€cheln anregen. Aufgrund des Forscherdrangs des jungen Edelmannes Arnolfini jedoch gut verpackt. Dessen Vater bringt einen Haufen Soldaten - unter ihnen Martin (Rutger Hauer) - um ihren Lohn, diese rĂ€chen sich mit der (unfreiwilligen) EntfĂŒhrung der zukĂŒnftigen Gemahlin des jungen Prinzen. Das dies zu Konflikten und Kopfverdrehern fĂŒhrt ist absehbar, die passablen Darsteller (insbesondere Rutger Hauer und Jennifer Jason Leigh sind positiv zu erwĂ€hnen) machen das beste daraus die manchmal etwas langatmige Story zu fĂŒllen. Insgesamt wird man aber gut unterhalten, da KostĂŒme und Kulissen (echte Burgen) stimmen und so den siffigen Flair der damaligen Zeit gut einfangen. GewaltmĂ€ĂŸig hĂ€lt sich Verhoeven noch etwas zurĂŒck, den ein oder anderen Effekt gibt es zu sehen, die SchwertkĂ€mpfe sind aber leider unblutig ausgefallen; Gemetzel wie bei "Braveheart" gibt es trotz des Titel nicht zu sehen. Die AtmosphĂ€re stimmt wie gesagt, doch manchmal dĂŒrfte der Spannungsbogen etwas weiter gespannt sein; in der letzten halben Stunde wird man dann fĂŒr manche LĂ€nge etwas entschĂ€digt. Hier werden dann einem auch die meisten F/X geboten und Kameramann Jan de Bont fĂ€ngt die pestbehangenen Bilder sehr stimmig ein, welche von dem schönen Score Basil Poledouris ebenfalls atmosphĂ€risch dicht untermalt werden.

7,5


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