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13 Sins - Spiel des Todes (2014)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 02.10.2014, seitdem 492 Mal gelesen



In der Not sind Menschen bereit, die unmöglichsten Dinge zu tun. Der Angestellte Elliot Brindle (Mark Webber) verliert seinen Job, da er zu gutmütig mit seinen Kunden umgeht und die Strategie seines Chefs - nämlich den Menschen auszubeuten - weit verfehlt. Dieser Schicksalsschlag löst Chaos in Elliots Leben aus. Denn er kann sein Haus und auch die Krankenversicherung seines geistig behinderten Bruders Michael (Devon Graye) nicht mehr bezahlen so dass dieser wieder in ein Heim müsste. Auch die anstehende Ehe mit seiner Verlobten Shelby (Rutina Wesley) steht auf der Kippe. Auf der Heimfahrt am Abend bekommt er einen Anruf auf sein Handy und wird von einer Stimme, die ihn überall beobachten kann, gefragt, ob Elliot ein Spiel mitmacht, in dem er über sechs Millionen Dollar verdienen kann. Er muss dazu nur 13 Aufgaben lösen. Während die ersten Aufgaben noch harmlos und der Gewinnbetrag sehr niedrig sind, steigen beide Dinge im Quadrat an, so dass Elliot ein immer größeres Chaos hinterlässt. Ab einem gewissen Punkt ist das Aussteigen aus dem Spiel es nicht mehr wert, da er das erspielte Geld verliert und auch die Cops (u.a. Ron Perlman) auf den Fersen sind. Wird er dieses immer brutaler werdende Spiel überhaupt überleben?


"13 Sins" steht für dreizehn Sünden - das müsste man für den Durchschnittsdeutschen erst einmal erklären, bevor er auf die Idee kommt, diesen Titel mit "13 Sinne" oder "13 Zeichen" zu verwechseln. Und siehe da, bis auf das mein Logikdetektor dermaßen ausschlägt, weil Elliot eben zu jeder Zeit und jedem Ort beobachtet werden kann, haben wir hier ausnahmsweise mal eine sehr gute Handlung mit spacigen Kehrtwendungen gen Schluss, was aber auch kein Wunder ist. Denn "13 Sins" ist ein Remake des thailändischen "13 Beloved", der 2006 abgedreht worden ist und - natürlich so gut wie kein Mensch kennt. Ich übrigens auch nicht. Deswegen fällt der Minusfaktor des Remake-Rinderwahn eh komplett aus, da es das Original in der deutschen Sprache weder auf DVD, Blu Ray oder Super 8 zu uns geschafft hat. Aber es ist mal wieder typisch Ami-Style, so wie wir ihn kennen: Besser gut kopiert als was Schlechtes neu erfunden.


Die Charaktere werden schnell eingetütet und kommen mit einer Menge Sympathiepunkte daher. Der einzige, der einen Hauch von Antipathie erzeugt ist Elliot und Michaels Vater (Tom Bower, der seit knapp 50 Jahren schon auf der Leinwand zu sehen ist), der leicht rassistisch veranlagt ist und meint, seine beiden Söhne immer noch zu bevormunden.

Aber das kann man dem guten Tom Bower nicht böse nehmen, denn der Film an sich ist durch und durch gut durchdachter schwarzer Humor. Niemals zu gallig, aber auch niemals zu durchgeknallt. Da hat Regisseur Daniel Stamm ("Der letzte Exorzismus" 2010) genau den richtigen Grat erwischt, dass der zynische Zuschauer sich an "13 Sins" ergötzen kann.

Spätestens ab der sechsten Prüfung wird das Spiel richtig makaber und blutig - und davon lebt der Film sowie auch die Spannung, weil man sich immer wieder als Zuschauer fragt: Was kommt als nächste Steigerung, bzw. was wird wohl die letzte Prüfung sein?
Natürlich wird es auch bei manchen "Sünden" blutig, zwei davon sind sogar richtig dem Splatter verschrieben worden.
Ja, und so geht die Chose bis zum Schluss, bis man ebenfalls sehr kreative, wenn auch weit hergeholte Wendungen aus der Werkzeugbox des hellen Wahnsinns packt.


Wie gesagt, wenn man die Logik und das Hirn bei Seite liegt, hat man mit "13 Sins" einen überaus guten, schwarzhumorigen Thriller zu tun, der auch einige Male in die Splatterkerbe schlägt. Für eine Sichtung (oder auch mehrere) bedingt brauchbar.


7/10


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