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Outsider, The (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 23.05.2015, seitdem 216 Mal gelesen



Lex Walker wird aus dem Einsatz in Afghanistan abberufen, weil er in der Heimat die Leiche seiner Tochter identifizieren soll. Aber in der Pathologie merkt er, dass die Leiche nicht seine Tochter ist. Zusammen mit einem Detektiv sucht er nun nach seiner Tochter und folgt einer Spur, die zu deren fr√ľheren Boss f√ľhrt, einem verkommenen Cyber-Million√§r, der alles tun w√ľrde, um sein Imperium zu besch√ľtzen. Hat er die Frau verschwinden lassen? Walker ist sich dessen sicher. Er will seine Tochter retten - oder sie r√§chen!


Im Grunde genommen handelt es sich bei "The Outsider" um einen √§u√üerst soliden B-Actioner dem eine erstaunlich interessante Geschichte zu Grunde liegt. So beginnt die ganze Chose auch sehr vielversprechend und versorgt den Zuschauer sogleich mit der Hoffnung, das es sich an dieser Stelle um einen recht unterhaltsamen Vertreter seiner Art handelt. Leider werden eventuell aufkommende Erwartungen schon ziemlich schnell wieder relativiert, denn sp√§testens als Hauptdarsteller Craig Fairbrass nach einigen Minuten das erste Mal die B√ľhne betritt wird einem schnell klar, das der spannende Einstieg in das Geschehen wohl gleichzeitig auch als einer der wenigen H√∂hepunkte angesehen werden kann die dieser Film zu bieten hat. Von nun an wird man n√§mlich mit s√§mtlichen Klischees konfrontiert die sich dabei nicht nur auf so manche Handlungsweisen der Protagonisten beziehen, sondern in erster Linie durch die Darstellung der Hauptfigur in Erscheinung treten. Fairbrass wirkt in der Rolle des Lex Walker wie ein Dinosaurier aus l√§ngst vergangenen Zeiten und agiert auch dementsprechend, so sind diverse billig in Szene gesetzte Pr√ľgeleien nicht unbedingt als Action Highlights zu bezeichnen.

Dieser negative Kritikpunkt zieht sich dann auch wie ein roter Faden durch das gesamte Szenario das leider nur sehr wenige echte Schauwerte beinhaltet und zudem die immer gleichen Abl√§ufe wiederholt, die lediglich immer durch wechselnde Schaupl√§tze gekennzeichnet sind. Ehrlich gesagt ist das auf die Dauer ganz sch√∂n erm√ľdend und so ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, das man als Betrachter eher teilnahmslos die Geschehnisse an sich vorbei ziehen l√§sst. Echte Kurzweil sieht dann doch etwas anders aus und Regisseur Brian A Miller hat es vers√§umt, aus durchaus vorhandenem Potential und einer von der Thematik her recht spannenden Story ein ordentliches Gesamtpaket zu schn√ľren, das einen durchgehend bei Laune halten kann.

Stattdessen wurde die Chose jedoch mit einer Darsteller Riege besetzt die diese Bezeichnung nur in teilweise erkennbaren Ans√§tzen verdient. Und das obwohl hier einige bekannte Gesichter am Start sind, so gibt es beispielsweise auch ein Wiedersehen mit dem in die Jahre gekommenen James Caan, der allerdings vom Aussehen und auch von der schauspielerischen Leistung her nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Man kann allerdings durch die Bank kein √ľberzeugendes Zeugnis f√ľr die Akteure ausstellen, die allesamt seltsam lustlos und steif agieren, so das die gesamten Ereignisse auch nicht gerade glaubhaft erscheinen. Das wertet den ohnehin schon nicht sonderlich guten Gesamteindruck nicht gerade auf und die deutsche Synchronisation dieses Werkes setzt dem Ganzen dann zus√§tzlich noch die absolute Krone auf. Ohne Ausnahme wurden hier n√§mlich alle Protagonisten mit deutschen Stimmen versehen die im Grunde genommen jeglicher Beschreibung spotten. Bei diesem Punkt hat man dann ganz augenscheinlich nicht viel von den gesch√§tzten 4.000.000 $ ausgegeben die f√ľr die Produktion zur Verf√ľgung standen. Wahrscheinlich hat man die Synchronsprecher ganz nebenbei an einer Pommes Bude verpflichtet und gleichzeitig vertraglich fest geschrieben, das sie die ihnen zugeteilten Dialoge doch bitte so befremdlich wie nur m√∂glich von sich geben, denn anders ist das Ergebnis kaum logisch zu erkl√§ren.

Es gibt also bis auf einen vielversprechenden Beginn herzlich wenig Positives zu bemerken, so das "The Outsider" letztendlich auch nicht auf allzu gro√üe Gegenliebe beim Zuschauer treffen d√ľrfte. Lediglich ganz hart gesottene Genre Freaks und Vielseher k√∂nnten diesem Werk etwas abgewinnen, das in seiner Gesamtheit gerade einmal knapp √ľber einem typischen Rohrkrepierer anzusiedeln ist. Bedenkt man allerdings das ungelenke Schauspiel und die richtig √ľble Synchronisation, so k√∂nnte sich unter Umst√§nden auch ein Fest f√ľr so manchen Trash Liebhaber zu erkennen geben. Wie dem aber auch sei, einen nachhaltigen Eindruck d√ľrfte diese Produktion jedenfalls nicht hinterlassen.


Fazit:


Gute 5 Minuten kann man sich der Hoffnung hingeben das man es eventuell mit einem sehenswerten B-Movie zu tun bekommt. Danach ergeht sich das Szenario in der absoluten Banalit√§t und Vorhersehbarkeit, wobei der Betrachter auch die uns√§glichen Dialoge und das miese Schauspiel √ľber sich ergehen lassen muss. Von einer Empfehlung ist man also ziemlich weit entfernt, so das man am besten einen gro√üen Bogen um diesen Film machen sollte.


3/10


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