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Snowpiercer (2013)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 18.05.2015, seitdem 311 Mal gelesen



Ein Zug ins eisige Nirgendwo

Die Welt ist vereist, unbewohnbar, durch ein fehlgeschlagenes Klimaexperiment in Sekunden todbringend. Die einzigen Überlebenden fahren in einem kilometerlangen, futuristischen Zug durch die Welt, mit einer eisbrechenden Spitze & etlichen Abteils - aufgeteilt von luxuriöser Oberschicht bis zur bettelarmen Unterschicht ganz hinten in einem klassischen Kastensystem. Aber eine Revolution startet & die armen Leute aus der Holzklasse arbeiten, metzeln & erforschen sich langsam ihren Weg ins "Führerhäuschen" durch viele unterschiedliche Wagons & schockierende Erkenntnisse.

Snowpiercer war der überraschende Crowdpleaser der letztjährigen Fantasy Filmfest Nights. Eigentlich kaufe ich mir Blu-rays nie zum Vollpreis direkt nach Release - aber dieser dystopische Actionthriller konnte nicht warten, musste in meine Sammlung. Ist er doch einer der besten Indie-Filme der letzten Jahre, eine mitreißende Actiongranate & kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Ordnung & Unterdrückung gleichermaßen. Noch dazu eine gelungene Comicverfilmung & mit einer weltmännischen, rauen Atmosphäre dank des südkoreanischen Regisseurs. Für mich kratzt Snowpiercer ganz knapp am Prädikat Sci-Fi-Meilenstein & Kritik fällt mir nicht leicht. Ist der Film doch unterhaltsam, schlau, actionreich, emotional, skurril, atmosphärisch, überraschend, rigoros, schockierend & eine Metapher auf unsere Welt. Einfach drei Klassen über dem Normalo-Hollywood-Sci-Fi-Film. Kann man da wirklich etwas kritisieren, was die Höchstpunktzahl verhindert?

Eigentlich dachte ich, der Film kann auch rein oberflächlich betrachtet als cooler Adrenaline-Ride gut punkten - seine polarisierenden Kritiken sagen mir aber das Gegenteil. Das ist für mich aber kein Kritikpunkt sondern eher Reiz. Etwas härter & blutiger hätte der Film aber durchaus noch sein können, gerade weil er sowieso nie ein riesiges Publikum ansprach & man noch mehr Risiko hätte gehen können. Außerdem wirken manche Effekte, eher noch Richtung Make Up als Richtung CGI, aufgesetzt & nicht wertig. Ansonsten ist der Film ein unantastbares Gesamtkunstwerk, vom Style bis zum tollen Ton bis zur Idee & den Schauspielern, von denen man einige noch nie so gut erlebt hat, Chris Evans allen voran.

Fazit: grandiose Idee, sehr gut umgesetzt, hinten raus sogar noch sozialkritischer als gedacht - eine der besten Zugfahrten in der Kinogeschichte!


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