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Deadly Species (2002)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 1 / 10)
eingetragen am 11.10.2011, seitdem 486 Mal gelesen



Es gibt ja dezente und ordentliche und billige Monsterfilme, die mal fix auf DVD rausgebracht werden.
Und es gibt gebetsmühlenartig abgespulte Langweiler, die einem den Tod im unausweichlichen Tiefschlaf fast schon bedrohlich nahe bringen: "Deadly Species" dürfte so einer davon sein.

Zum extrem übersichtlichen weil tausendfach ausgelutschten Inhalt, der schon in den 50er alt und öde war: irgendein Doc oder Uni-Prof will einen ausgestorbenen Indianerstamm suchen, während ein sinistrer Geldgeber ihm die Chose finanziert, weil die Indianer ja die Quelle des ewigen Lebens bewachen (hier übrigens mal als modriger Tümpel getarnt). Das Problem ist nur, daß die Quelle natürlich von einer bizarren Kreatur (gäääähn!) bewacht wird, die man nur ganz schwer ausschalten kann (weswegen das auch keiner richtig versucht). Bis es soweit ist, steckt man also als Dozentenehepaar mit einem Fotografen, den beiden Böslingen und fünf Studenten, davon vier weiblich und vorab auf Knackarsch und Barbusigkeit geprüft, irgendwo in der exotischen Wildnis fest, wo kein Telefon funktioniert und einen das Boot erst in ein paar Tagen abholt, um aus den alligatorverseuchten Gewässern entfliehen zu können (für einen Alligator war übrigens kein Geld da).
Und wo findet man die ganze Exotik, wenn wenig Geld da ist? Klar, in den floridianischen Everglades, die ja (wie jeder weiß) im Jahr 2002 noch so gut wie gar nicht erforscht sind.

Alsbald findet man Grabstätte, Skelett, mystischen Pott und natürlich auch einen abgetrennten Fuß (von der unvermeidlichen ersten Expedition) und schon lurcht durchs Gebüsch der monströse Buhmann, der diesmal von einem wackeren Stuntman im akurat steifen Gummianzug gespielt wird und der ein bißchen so aussieht wie das "Ding" von den Fanta 4 nach der zweiten Wurmkur und ohne Zahnpflege.
Um es kurz zu machen, obwohl sich der Böse eigentlich ziemlich lange als recht passabel und organisiert erweist, dürfen sich die Guten (also die mit den blanken Titten) alle schön deppert aufführen, meine Lieblingsszene ist die als in absoluter Panik alle schon mit ihrem baldigen Tod rechnen und das traumatisierteste Opfer trotz Begleitangebots mal eben für ein paar Sekunden im Busch lullern geht, um prompt verfrühstückt zu werden.

Tja, irgendwann wird dann der Prof vergiftet, was ihm laut Drehbuch irre auf die Blutbahn geht, was soviel bedeutet wie: der Maskenbilder zeichnet ihm mal Schorse Clooneys klassisches Tattoo aus "From Dusk till Dawn" auf den Oberkörper und gibt frechweg vor, das sei eine visuelle Infektion.
Als dann endlich die Laufzeit dem Ende entgegen geht, werden die Bösen dann an der Quelle/Tümpel endlich umgebracht und es gibt noch ne Überraschung, die ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist und es dementsprechend auch überhaupt nicht bringt, aber irgendwie mußten wir den Film ja fertig kriegen.

Fertig ist man dann auch nach diesem Schundprodukt, das wirklich gar nichts außer Langeweile verbreitet und sein Monster wegen akuter Lächerlichkeit dann auch nur ausschnittweise präsentiert. Der Bodycount ist öde, die Bedrohung ist öde, die Mädels sind doof und auch sonst macht oder redet jeder ziemlichen Schwachsinn, weswegen hier gar nichts paßt.
Ein In-Joke mußte noch sein, denn die produzierende Firma "Dirty Martini Productions" hat sich hier selbst in den Plot geschlichen, als der Bad Guy am Anfang von seiner Schickse was verlangt? Einen Dirty Martini, richtig!
Und jetzt ganz schnell gute Nacht! (1/10)


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