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Absolute Power (1997)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 12.06.2005, seitdem 431 Mal gelesen



Es ist ja bekannt, dass Hollywood-Legende Clint Eastwood (Dirty Harry kommt zurück) viel und gerne auch mal selber die Regie übernimmt und gleichzeitig die Hauptrolle mimt. So auch bei "Absolute Power", der ein spannender Polit-Thriller mit bekannten Gesichtern und sparsamer Action ist.

Meisterdieb Luther Whitney (Clint Eastwood) bricht ins Haus des Millionärs Sullivan ein. Als er Geräusche hört, versteckt er sich in einer Geheimkammer. Von dort aus beobachtet der Dieb Sullivans junge Frau Christy (Melora Hardin) beim heimlichen Tête-â-tête mit ihrem Geliebten Alan Richmond (Gene Hackman) - dem Präsidenten der USA! Plötzlich bricht Streit aus. Christy greift mit einem Brieföffner an und wird von den Secret Service-Männern Collin (Dennis Haysbert) und Burton (Scott Glenn) erschossen. Stabschefin Russell (Judy Davis) lässt alle Spuren beseitigen und stellt den Mord als Tat des flüchtigen Einbrechers dar. Als man sich im Weißen Haus klar wird, dass Luther alles mit angesehen hat, will man ihn und seine Tochter Kate (Laura Linney) töten.

Clint Eastwood mimt hier einen diebischen Haudegen, der nicht einfach zu fassen ist. Schon routiniert wickelt er seine Rolle ab und stellt Luther als einen Mann da, der eigentlich kein Geld usw. will, doch dann zur Tat schreitet, als man seiner Tochter nach dem Leben trachtet. Als Präsident bekommt man Gene Hackman (Erbarmungslos) zu sehen, der seinen Part zwar ordentlich verkörpert, doch nicht richtig in Aktion tritt. Dafür hat ein Präsident ja auch seine Secret Service-Bimbos. Diese werden von Scott Glenn (Training Day) und "24"-Präsident Dennis Haysbert (Navy Seals) gemimt. Hayberts "24"-Kollegin Penny Johnson (Automatic) ist ebenfalls an der Seite von Ed Harris (Im Vorhof der Hölle) zu sehen. Harris bringt seinen Part des Cops glaubhaft rüber. Eine passable Performance macht auch Laura Linney (Mystic River).

Die Action ist in "Absolute Power" recht rar gesäht und beinhaltet hier auch nur einen kurzen Sniper-Shoot Out sowie die Auto-Attacke auf Luthers Tochter. Ansonsten besticht der Film eher durch seine Darsteller und Spannung. So bekämpft Luther am Ende den Präsidenten und seine Handlanger nicht mit der Holzhammer-Methode a'la Dirty Harry, sondern bringt ihn eher mit List und Taktik zu Fall. Allerdings bringt die viele Spannung und die sparsame Action auch den Nachteil mit sich, dass "Absolute Power" hin und wieder ein paar Hänger hat. Bei Luthers Einbruch in die Villa lässt sich Eastwood (für meinen Geschmack) etwas zu viel Zeit mit der Inszenierung. Das hätte auch irgendwie zügiger ablaufen können. Auch das Finale enttäuscht etwas, da es keine wirkliche Auseinandersetzung Luthers mit dem Präsidenten gibt. Jedoch hätte es auch unrealistisch gewirkt, wenn Luther auf einmal mit 'ner 44er Magnum vorm Präsidenten gestanden hätte. Somit wendet sich Eastwood hier deutlich von seinem "Dirty Harry"-Image ab.

Highlights sind in "Absolute Power" ganz klar die drei Darsteller Eastwood, Harris und Haysbert. Letzterer ist mir als Secret Service-Mann jedoch etwas zu schießgeil, was aber nicht wirklich stört. Alles in allem ist der Film ein spannender Polit-Thriller, dem ein paar Action-Einlagen mehr über einige Hänger hinweg geholfen hätten.


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