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Raid 2, The (2014)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 10 / 10)
eingetragen am 12.01.2015, seitdem 719 Mal gelesen



Polizist Rama lässt sich von seinem Chef zu einer Undercover-Mission überreden. Mit neuer Identität ausgestattet, arbeitet er sich im Gefängnis in der Hierarchie der Gesetzlosen nach oben und gewinnt so das Vertrauen des Sohnes eines Gangsterbosses. Nach seiner Entlassung bekommt er Zugang zum innersten Kreis der mächtigen von höchsten Stellen gedeckten indonesischen Mafia. Ganz auf sich alleine gestellt, beginnt er die verschieden Clans gegeneinander auszuspielen und im Sumpf aus Korruption und Gewalt aufzuräumen.


Mittlerweile ist es auch schon wieder vier Jahre her, das der Waliser Gareth Evans mit seinem "The Raid" einen Actionfilm vorlegte, den man im wahrsten Sinne als echtes Brett bezeichnen kann. 90 Minuten Nonstop Action und die Verwunderung über eine ungeschnittene Veröffentlichung in Deutschland sind dabei wohl am meisten haften geblieben, dafür hat man dann auch gern einmal über die extrem ausgedünnte Rahmenhandlung die so gut wie nicht vorhanden war. Letztes Jahr folgte dann endlich der von den Fans sehnlichst erwartete Nachfolger "The Raid 2", bei dem man schon aufgrund der weitaus längeren Laufzeit von gut 140 Minuten erahnen konnte, das dem Action-Spektakel dieses Mal auch eine bessere Geschichte einverleibt wurde. Wie nicht anders zu erwarten offenbart sich dann auch eine viel komplexere Story, in der etliche Intrigen und Wendungen eingebaut sind, was den zweiten Teil dann auch in filmischer Hinsicht in einem vollkommen anderen Licht als den Vorgänger erscheinen lässt. Die Meinungen über die Änderungen spalten dann die Meinungen der Fans auch in zwei Lager, denn während eine Gruppierung sich über etwaige langatmige Passagen aufregt, gestehen viele Leute diesem Werk weitaus mehr an Klasse zu als dem ersten Teil, der sich ausschließlich über Härte und Fights definieren kann.

Die Wahrheit liegt wie fast immer irgendwo in der Mitte und selbstverständlich zählt natürlich der rein subjektive Eindruck des jeweiligen Zuschauers, doch "The Raid 2" ist eine mehr als würdige Fortsetzung und Evans hat in vorliegendem Fall die Versäumnisse des Erstlings ganz eindeutig ausgemerzt. Das Kommt dem Gesamteindruck sehr zu Gute, denn nun bekommt man es mit einer echten Geschichte zu tun, die teilweise sogar etwas tiefer geht und nicht nur durch nie enden wollende Schießereien oder unglaubwürdige Kämpfe ins Auge fällt. Auf einmal bekommt man es mit inhaltlicher Substanz zu tun, wobei die Elemente des harten Action-Krachers aber keinesfalls außer acht gelassen werden. Dementsprechende Szenen sind im Überfluss vorhanden, durch die längere Laufzeit verteilen sich diese jedoch besser über den gesamten Film, so das der Betrachter dieses Mal nicht von einem Action-Feuerwerk regelrecht erschlagen wird, das keinerlei Pausen zum durchatmen enthält. Trotz dieser auffallenden Veränderung gestaltet sich das Szenario aber meiner Meinung nach keinesfalls als langatmig, denn die Inszenierung zieht einen von der ersten bis zur letzten Minute durchgehend in ihren Bann.

Zu Beginn der ganzen Chose wird noch einmal in Kurzform an den Vorgänger angeknüpft und mit der Figur von Rama (Iko Uwais) bekommt man gleichzeitig den gleichen Hauptdarsteller präsentiert, so das sofort auch eine Art von Identifikation entsteht. Als einziger Überlebender des Massakers muss er nun eine gewagte Undercover-Mission übernehmen, für die er zunächst einmal im Gefängnis einsetzen muss. Ziemlich schnell erkennt man das man es in vorliegendem Fall mit einer herrlich komplexen Geschichte zu tun bekommt, der die eingebauten Wendungen extrem gut zu Gesicht stehen. Trotz mehrerer eher ruhigen Phasen und etlichen dialoglastigen Sequenzen gerät die Erzählung zu keiner Zeit ins stocken, vielmehr gewinnt das gewonnene Gesamtbild immer mehr an Klasse. Hat man den ersten teil noch ausschließlich nach seinem Action-Gehalt bewertet da kaum etwas anderes vorhanden war, so kann man an dieser Stelle ein äußerst gelungenes Gesamtpaket einer Betrachtung unterziehen, die letztendlich nur überdurchschnittlich gut ausfallen kann. Der reine Action-Junkie wird dies eventuell etwas anders sehen, doch in filmischer Hinsicht ist dieser Teil dem Vorgänger um Längen voraus, da die Macher nun endlich genau die richtige Mixtur gefunden haben, um neben knallhartem Aktionismus und jeder Menge Härte auch noch inhaltliche Substanz mit einfließen zu lassen.

Letztendlich muss ein jeder es für sich selbst entscheiden, doch wer mehr als wilde Schießereien, Blut und brillant in Szene gesetzte Nahkämpfe sehen möchte, der dürfte von "The Raid 2" regelrecht begeistert sein. Gareth Evans hat alles richtig gemacht und den zweiten Teil durch viel mehr Inhalt und diverse Neuerungen immens aufgewertet und den reinen Actionfilm dabei keinesfalls vernachlässigt. Konnte man bei "The Raid" die Höchstwertung lediglich aufgrund eines echten Action-Feuerwerkes vergeben, so kann man dies in vorliegendem Teil auch ruhigen Gewissens auf das filmische Gesamtergebnis beziehen. Natürlich liegt das im Auge des jeweiligen Betrachters und es spielt auch immer noch der subjektive Eindruck eine große Rolle, doch mich persönlich hat "The Raid 2" in allen Belangen restlos überzeugt.


Fazit:


140 Minuten Action, Spannung und prickelnde Atmosphäre erwarten den Zuschauer, der eine Sichtung dieses Filmes ganz sicher nicht bereuen wird. Mich würde es jedenfalls nicht wundern, wenn man in den nächsten Jahren noch einige weitere Fortsetzungen bringen würde, denn Actionfilme dieser Qualität stoßen beim geneigten Genre-Fan ganz sicher auf große Begeisterung.


10/10


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