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Heavenly Creatures (1994)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 10 / 10)
eingetragen am 25.08.2003, seitdem 2077 Mal gelesen



Das ist er - Peter Jacksons wohl bester und intensivster Film!

Die Story dieses Meisterwerkes beruht auf einem authentischen Kriminalfall und ist faszinierend und grausam zugleich.

Zwei Mädchen verlieben sich ineinander (darunter Kate Winslet in ihrer ersten großen Hauptrolle), schaffen sich aufgrund ihrer Schizophrenie eine eigene Traumwelt und beginnen von nun an in dieser zu leben.
Da die Geschichte jedoch in Neuseeland um 1954 spielt, liegt es auf der Hand, dass die Liebesbeziehung der beiden Mädchen Pauline und Juliet nicht erlaubt ist (zumahl sie beide 14 Jahre alt sind). Ganz speziell die Mutter von Pauline ist gegen diese Beziehung und versucht ihrer Tochter den Kontakt zu Juliet zu verbieten.
An diesem Punkt nimmt die Geschichte eine entscheidende Wendung an - wurde vorher noch an Selbstmord als beste Lösung gedacht, so liegt es nun auf der Hand, dass Paulines Mutter sterben muss...

... und so beginnt der Film mit dem Ende und zwei v√∂llig hysterisch, verst√∂rten und mit Blut √ľberstr√∂mten M√§dchen!
Liest man sich die Inhaltsangabe des Filmes durch, so bekommt man den Eindruck, dass der Film ein Brei aus Drama, Liebesgeschichte und Thriller sei. Und genau das stimmt auch.
Was bei anderen Filmen auf den Tod nicht funktionieren w√ľrde, schafft Jackson in seinem Meisterwerk "Heavenly Creatures" perfekt. Eine Gradwanderung, wie sie h√§tte nicht schwerer sein k√∂nnen, perfekt insziniert und umgesetzt.
Ist der erste Teil des Filmes noch ein Drama, in dem sich beide M√§dchen kennenlernen, von ihrer Vergangenheit und Problemen erz√§hlen, so ist die zweite H√§lfte eine Liebesgeschichte aller erster G√ľte. Nur der Schluss hat es wirklich in sich. F√ľr die beiden M√§dchen fest steht, dass der Tod von Paulines Mutter der einzige Weg zu ihrem Gl√ľck ist. Selten hat mich ein Film w√§hrend des Guckens und auch hinterher so bewegt wie Jacksons "Heavenly Creatures".
Die Sprache und Gestiken, in der beiden Mädchen miteinander kommunizieren und sich ihre Gedanken teilen ist einfach unbeschreiblich. Die Welt, die sich die beiden in ihrer Schizophrenie erschaffen, gleicht anfangs einer Idylle, "entwickelt" sich später aber zu einem Sodom und Gomorrah, in dem man eindeutig Jacksons Handschrift erkennen kann (von den Splatter-Effekten her)
Der Film bzw. die Reise der beiden M√§dchen in ihren Untergang ist, f√ľr mich, einer der bewegendsten Filmer aller Zeiten.
Zwar fängt der Film mit dem Ende an und dem Zuschauer ist klar, dass die beiden "himmlischen Kreaturen" Paulines Mutter umbringen, jedoch ist die Umsetzung der Tat und das Warten auf den Moment, in dem es passiert einfach ungeheuer grausam. Die Leichtigkeit, mit der Pauline ihr Vorhaben in ihr Tagebuch einträgt und es als "the day of the happy event" bezeichnet, ist graumsam, erschreckend und poetisch zugleich.

Peter Jackson hat mit seinem Thriller "Heavenly Creatures", der f√ľr mich mehr ein Drama um eine extreme Liebesbeziehung zweier minderj√§hriger M√§dchen ist, sein Meisterwerk abgelegt.
Ich kann nur jedem raten, sich den Film anzuschauen, sich Zeit zu nehmen und ihn wirken zu lassen. Und wirken tut er. SEHR intensiv und lange!

Fazit: Ein Film wie ein Faustschlag ins Gesicht. Instensiv, grausam und voller Schmerzen! (Den letzten Satz aus dem Film wird man wohl nicht so schnell vergessen können ...)

Splatter: 2 / 10
Gesamt: 11 / 10


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