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Heavenly Creatures (1994)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 10 / 10)
eingetragen am 21.03.2004, seitdem 984 Mal gelesen



Eigentlich ist es ja ziemlich schade, dass sobald man den Namen Peter Jackson hört, sofort an Filme wie "Braindead" oder "Herr der Ringe" denkt, währenddessen sein grandioses Meisterwerk "Heavenly Creatures" für fast niemanden ein richtiger Begriff ist.
Für mich persönlich ist dieser Film auch nach zehn Jahren Peter Jackson's bester Film, in dem er schon frühzeitig sein Können unter Beweis stellte.

Die Handlung, die tragischerweise auf einer wahren Begebenheit basiert, spielt sich in Neuseeland der frühen 50er Jahren ab. Pauline, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, trifft auf Juliet aus einer reichen, wohlhabenden Familie. Die beiden stellen viele Gemeinsamkeiten fest und bauen in kürzester Zeit eine sehr intensive Freundschaft zueinander auf. Da sich beide mehr oder weniger von ihrer Umwelt unverstanden fühlen, tauchen sie zusammen in eine Traumwelt ein, deren Maß im Laufe der Zeit immer stärker zunimmt. In ihrer so genannten "Vierten Welt" werden die Beiden zu etwas ganz Besonderem und überbrücken somit ihre familiären Probleme und sozialen Unterschiede. Schon bald verlieben sich die beiden Mädchen ineinander und schotten sich zunehmend von ihrer Außenwelt ab, die nicht die Genialität ihrer Charaktere zu schätzen weiß. Erst als sich bei Juliet eine Tuberkulose-Erkrankung bemerkbar macht, werden sie aus ihrer heilen, nahezu euphemistischen Welt gerissen.
Auf ihre Beziehung zueinander, die nicht mehr abreißen will, reagieren ihre Umwelt und insbesondere ihre Eltern geschockt und versuchen in einer Radikaltour die Kinder zu trennen. Für die beiden Mädchen gibt es nur noch eine Lösung, deren tragische Weite kaum zu übertreffen ist...
Sie beschließen Paulines Mutter, die die einzige Hürde zu ihrem nimmer endenden Glück zu sein scheint, umzubringen...
Das könnte man eventuell schon als Spoiler bezeichnen, aber da der Film bereits mit dem Ende anfängt, in dem die beiden Mädchen blutverschmiert durch die Kamera laufen, mag dieses Vorwegnehmen des Endes erlaubt sein.

Gerade weil "Heavenly Creatures" mit seiner provokanten Handlung auf einem authentischen Fall beruht, bewegt er zutiefst und stimmt den Zuschauer sehr nachdenklich. Eigentlich kann ich dem Film nur jedem weiterempfehlen, denn er gehört mit Sicherheit zu Peter Jackson's besten. Die anfängliche Idylle schlägt schnell um in Chaos und Wahnsinn, so dass man die fatale Entscheidung, die die beiden Mädchen letztendlich treffen, sogar nachvollziehen kann, dennoch moralisch verurteilt. Vor allem die Darstellung des Mordes ist im Hinblick auf die erbarmungslose Vorgehensweise, sehr grausig ausgefallen.

Fazit: Eine phantastische Story, gewaltige Bilder und nicht zu vergessen das furiose Ende sorgen für beste Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute... Sollte man auf jeden Fall gesehen haben.

10/10


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