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Red Machine - Hunt or Be Hunted (2014)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 19.02.2015, seitdem 911 Mal gelesen



Red Machine (Kurz und schmerzlos Teil 17)

„Probiers mal mit Gemütlichkeit ..."  gehört nicht unbedingt zum Repertoire von Bart, dem Bären. Jedenfalls nicht als Titelheld in „Red Machine" (benannt nach der gefräßigen Nemesis von „Grizzly Man" Timothy Treadwell). Während sein animierter Kollege Balu ein ausgewiesener Menschenfreund ist, sieht „Red Machine" die Krone der Schöpfung ausschließlich als existentielle Bedrohung, der er mit gewitztem Jagd- und Killerinstinkt begegnet. Für die Betroffenen in Alaskas rauer Wildnis endet das stets in einem blutigen Massaker mit Todesfolge.

Das klingt nach einem „gemütlichen" Tierhorrorfest mit veritablem Splatter-Einschlag. Schließich hat sich Regisseur David Hackl bei „Saw V" auch nicht allzu zimperlich gezeigt. Der für das Nischen-Genre erstaunlich namhafte Cast aus Thomas Jane, Billy Bob Thornton, John Glen und James Mardsen plus ein relativ gesehen stattliches Budget von $ 10 Millionen lassen zusätzlich aufhorchen.

Dass dann doch wieder ein nur leidlich unterhaltsamer Murks aus Klischee-Figuren (ungleiche Brüder, Kuhäugige Dorfschönheiten, dumm-brutale Wilderer, korrupter Sheriff plus fanatischer Großwildjäger), ein bißchen Blut-Gematsche und der üblichen Zehn-Kleine-Negerlein-Dramaturgie herauskommt, ist dann doch ziemlich enttäuschend.

David Hackl macht wenig bis gar nichts aus der immerhin vor Ort gefilmten Naturkulisse und lässt seine Darsteller nicht nur reihenweise blöde Dinge sagen, sondern vor allem blöde Dinge tun. Da kann auch der weitestgehende Verzicht auf CGI nicht mehr viel wettmachen. Wenigstens gibt Grizzly Bart alles und rennt beherzt brüllend durch die kanadischen Wälder.

Schade vor allem um den immer mehr in sumpfige DTV-Gefilde abdriftenden Thomas Jane, der seine Tierjäger- („Deep Blue Sea") und Actionheld-Qualitäten („The Punisher") schon wesentlich eindrucksvoller unter Beweis stellen durfte. Schade auch um den schnöde unterforderten Billy Bob Thornton, dessen Robert Shaw-Gedächtnisauftritt („Jaws"!) zur bloßen Karikatur verkommt.

Fazit:
Halbgarer Tierhorror-Streifen, der trotz relativ namhafter Darsteller, eindrucksvoller Naturkulisse und eines „echten" Bären wenig mehr zu bieten hat, als seine zahllosen angestaubten Vettern aus den unteren Videotheken-Regalen.


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