Ansicht eines Reviews

Red Machine - Hunt or Be Hunted (2014)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 08.03.2015, seitdem 619 Mal gelesen



In den undurchdringlichen Wäldern Alaskas befindet sich Rowan auf der verzweifelten Suche nach einem vermissten Freund. Begleitet wird er von seinem Bruder Beckett, der als Sheriff grausame Mordfälle aufklären muss: Alles deutet auf einen riesigen Bären hin, der Geschmack an menschlichem Fleisch gefunden hat! Doch zuerst muss Beckett seine Frau Michelle finden, die sich auch irgendwo in diesen Wäldern befindet. Eine Spur führt die ungleichen Brüder ins berüchtigte "Grizzly Maze", ein abgeschiedenes Stück Wildnis. Was sie nicht ahnen: Der Killerbär hat schon längst ihre Fährte aufgenommen – die Jäger werden zu Gejagten …


Eigentlich alle Filme die sich in den letzten Jahren auch nur annähernd mit dem Genre des Tierhorrors beschäftigt haben sind hauptsächlich dem Trash zuzuordnen. Mit "Red Machine" liegt nun endlich einmal ein ernst zu nehmender Vertreter vor, der allerdings eine Kombination verschiedenster Elemente darstellt, die von Regisseur David Hackl (Saw V) routiniert und sehr gekonnt zusammen gefügt wurden. Das Ergebnis ist ein unterhaltsamer Mix aus Action, Thriller, Abenteuer und eben Tierhorror und kann in erster Linie vor allem in atmosphärischer Hinsicht vollends überzeugen. Als Schauplatz dienen die Wälder von Alaska und schon zu Beginn wird der Zuschauer mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen konfrontiert, die einen auch sofort in die richtige Stimmung für ein spannendes Abenteuer versetzen. Von der gelungenen Grundstimmung kann das Werk dann auch durchgehend zehren und baut mit der Zeit einen immer mehr ansteigenden Spannungsbogen auf, der den Zuschauer jederzeit bei Laune hält.

Zwar fällt die Figurenzeichnung der Protagonisten relativ klischeehaft aus, doch diesen Punkt kann man großzügig übersehen, da sämtliche Darsteller einen ordentlichen Job abliefern und so zum insgesamt sehr stimmigen Gesamtbild der Geschichte beitragen können. Die Stärken des Szenarios liegen ganz eindeutig darin, das man endlich einmal nicht mit schlechten CGI-Effekten gequält wird die man in den letzten Jahren doch so oft in unendlich vielen Billig-Produktionen über sich ergehen lassen musste, zudem nimmt einen die immer dichter erscheinende Atmosphäre in Beschlag und die diversen Grizzly-Attacken tun ihr Übriges, um das Filmvergnügen perfekt abzurunden. Größere Wendungen oder echte Überraschungen sollte man allerdings nicht erwarten, dafür offenbart sich aber ein grundsolides Werk, das insbesondere im letzten Drittel mit einigen gelungenen Action-Passagen auf sich aufmerksam machen kann. In diesem Abschnitt der Geschichte überschlagen sich dann die Ereignisse auch förmlich und die zuvor eher recht ruhige, aber dennoch sehr intensive Erzählweise erfährt eine erhebliche Temposteigerung, die einem noch einmal einen ordentlichen Adrenalinschub verpasst.

Die Darsteller-Riege ist mit mehreren durchaus bekannten Namen besetzt, so gibt es ein Wiedersehen mit Thomas Jane, Billy Bob Thornton oder auch Scott Glenn, der mittlerweile rein optisch schon ganz schön in die Jahre gekommen ist. Niemand spielt sich sonderlich in den Vordergrund, aber das an den Tag gelegte Schauspiel gibt zu keiner Zeit Grund zur Beanstandung. Im Gegensatz zu unzähligen anderen Genre-Vertretern handelt es sich bei "Red Machine" endlich einmal wieder um einen ernst zu nehmenden Beitrag und auch wenn der Film sicherlich kein filmisches Meisterwerk darstellt, ist es doch eine sehr willkommene Abwechslung zu Trash-Beiträgen wie "Sharknado" und anderen Konsorten. David Hackl hat hier eine ganze Menge richtig gemacht und vor allem auf den Einsatz billiger Effekte verzichtet, die so manchen Beitrag der letzten Jahre der Lächerlichkeit preisgegeben haben.

Letztendlich bekommt der Betrachter eine sicherlich nicht perfekte, dafür aber durchgehend spannende und sehr atmosphärische Geschichte serviert, in der die verschiedenen Zutaten absolut gelungen vermischt wurden. Das sorgt dann auch für rund 90 Minuten unterhaltsame Filmkost, die phasenweise auch einige blutige Passagen beinhaltet. Man sollte jedoch keinesfalls ein übermäßig hartes Szenario erwarten, denn in diesem Punkt bewegt sich alles in einem überschaubaren Rahmen. Freunde einer gelungenen Genre-Kombination können hier jedenfalls bedenkenlos zugreifen, denn "Red Machine" beinhaltet alles, was einen packenden Survival Thriller mit Tierhorror Einschlag sehenswert und reizvoll macht.


Fazit:


Fernab jeglicher Trash-Werke der letzten Jahren präsentiert sich endlich mal wieder ein äußerst gut inszenierter Beitrag, der Freunde dieser Filmart zufrieden stellen dürfte. Mir persönlich hat die Geschichte jedenfalls gut gefallen, so das ich an dieser Stelle definitiv eine Empfehlung aussprechen kann.


7/10


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "horror1966" lesen? Oder ein anderes Review zu "Red Machine - Hunt or Be Hunted (2014)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von horror1966

Zurück


Copyright © 1999-2017 OFDb.de - Die Online-Filmdatenbank
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

639 Besucher online


SSL  SSL-gesicherte
Verbindung aktiv


Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Versunkene Stadt Z, Die (2016)
Knick, The [TV-Serie] (2014)
Devil Dared Me To, The (2007)
Big Driver (2014)
Dragon Blade (2015)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich