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Expendables 3, The (2014)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 17.07.2017, seitdem 98 Mal gelesen



 Die ersten beiden Teile sind natürlich gut und wichtig und ein nettes Bonbon für ältere Semester, aber, wenn man ehrlich ist, doch weit von dem umwerfenden Retroflash entfernt, den man sich damals erhofft hatte: Zum Teil sehr dröge Sprüche (was auf eine gewisse Weise natürlich wieder authentisch ist) und lange Kitschpassagen haben mein Vergnügen schon ordentlich gemindert (die recht frechen Kurzauftritte übersehe ich mal generös). Aber diese Filme gingen ab, waren zum Teil unfaßbar brutal und dazu straight dem Alte-Männer-machen's-noch-einmal-Ding verhaftet, und das wesentlich besser, als es in anderen Werken (wie zum Beispiel dem strunzlangweiligen R.E.D.) umgesetzt wurde.

 Und jetzt? Nach einer Stunde ist noch kein Blut geflossen, die Sprüche (welche kaum als Witze zu bezeichnen sind), haben eine Trefferquote von etwa 25% (überraschende Frische bringt Kelsey Grammer), und dann kommen tatsächlich irgendwelche 28jährigen zum Zuge, deren Ausstrahlung im Minusbereich liegt, und die genau so, nämlich jung, gutaussehend, null und nichtig und austauschbar (was sie ja irgendwie zu den echten Expendables macht) aus einem bunten, knalligen, teuren C-Film entspringen könnten und die zweite Fortsetzung des (Alt)starvehikels im Grunde zu genau so einem machen.
 
 Folglich wird aufgeboten, was es in zig anderen und besseren Filmen schon zu sehen gab, hier ein Einbruch mit modernster Technik, dort ein Zugstunt, da der Parkourläufer... Überhaupt, irgendwie war alles schon mal da, was man in diesem Achtionkracher geboten bekommt, zum Teil wirkt der Film wie aus film footage zusammengesetzt. Apropos Kracher: Wahnsinnige Explosionen gibt's jede Menge; daß ich diese mäßig interessant finde, ist zwar mein Problem - aber diese eintönige, laute Feuerwerksaction war nicht das, was die Vorgänger so speziell gemacht hat! Dagegen wirkt manche Bruckheimer-Produktion geradezu intellektuell.

 Kommen wir nun zu den Darstellern: Von den jungen Unwilden sticht Ronda Rousey die anderen Twentyagerstars/sternchen in der Disziplin „Früher war alles besser" deutlich aus und sorgt für ganz unangenehmen Trashflavor. Peinlich. Weit über die Maßen, geradezu quälend anstrengend auch der (wieder mal, aber wie noch nie zuvor) überdrehte Antonio Banderas. Mel Gibson hingegen weiß mit seiner trockenen und gleichzeitig frischen Art gut zu unterhalten, Harrison Ford ist Harrison Ford. Ob die drei so richtig in das „Expendables"-Konzept passen, sei mal dahingestellt. Der Rest der Bande: kennt man. Besetzungstechnisch also kaum Überraschungen, dafür viele Enttäuschungen.

 Wäre dies der erste Teil gewesen, hätte man wohl gesagt: „Nette Idee, aber irgendwie nicht konsequent umgesetzt, und letztendlich einfach nicht gut. Zu staubig, langatmig, durchschnittlich und voraussehbar, dieses Arrangement". Als dritter Teil einer bis dahin doch überdurchschnittlichen Actionfilm-Reihe ist „The Expendables 3" einfach nur überflüssiger Dreck. Kaum auszuhalten; ich ertrage die zweite Hälfte nur, weil ich zeitgleich an dieser Rezension schreibe. Sach- und Sprachfehler seien mir daher verziehen.

 Unverzeihlich hingegen dieser abgetretene Flickenteppich, der mehr nervt als amüsiert, mehr langweilt als fesselt und über weite Strecken weniger Gewalt bietet als ein Jackie-Chan-Film (was an diesem noch alles besser ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen). Ausnahme und einziger Lichtblick: Die ansehnlich inszenierten (wenn auch, wohl der Massenerreichbarkeit zuliebe, nicht konsequent durchgezogenen) Endkämpfe. Wirkungslos hingegen, wie bereits erwähnt, die Auftritte einiger Altstars, obgleich sich durch das Stargemansche exotische Konstellationen ergeben: Jet Li mit Harrison Ford? Lustig! Aber letztendlich nur eine Randnotiz der Filmgeschichte. Na ja, viel mehr ist der Film selbst auch nicht.


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