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St. Vincent (2014)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 11.01.2015, seitdem 435 Mal gelesen



Vincent (Bill Murray) ist ein allein lebender, muffliger und misanthropischer Mittsechziger, der in einem etwas verwahrlosten Haus lebt, sein weniges Geld entweder für die russische Nutte Daka (Naomi Watts) oder an der Pferderennbahn ausgibt. Seine neuen Nachbarn, Krankenschwester Maggie (Melissa McCarthy) und ihr Sohn Oliver, nehmen ihn dennoch ziemlich spontan an die Kandarre, indem sie ihm zum Babysitter ihres Sohnes macht, hat sie doch einen neuen Job als Krankenschwester und muss das Geld ranschaffen, schließlich muss sie auch noch eine Scheidung finanzieren. Das ungleiche Paar Oliver und Vincent kommen sich trotzdem irgendwie näher und Oliver entdeckt einige Geheimnisse des Griesgrams, die ihn in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Man ahnt es schon beim Lesen, die Geschichte kommt einem bekannt vor: ein grummeliger älterer Mann (manchmal auch Frau) wird durch ein Kind weicher und sympathischer. Diese Grundgeschichte spielt sich hier auch ab, auf einem schauspielerisch hohen Niveau mit hervorragenden Schauspielern (zumindest Bill Murray, Melissa McCarthy und Jaeden Liberher als Oliver), dennoch hat mir letztendlich etwas gefehlt bei dem Film. Klar, es ist ein Feelgood-Movie und er soll auch nichts anderes sein, aber dennoch verließ der Film zu wenig altbekannte Pfade, zu vertraut erschienen einem die Figurenkonstellationen und zu formelhaft das Ende. Zudem war Naomi Watts als russische (was sonst??) Prostituierte eher eine Fehlbesetzung, ihre ganze Attitüde war so platt und der Dialekt so aufgesetzt, dass ich es etwas enttäuschend fand. Immerhin ist Oliver ein sympathischer, wenn auch leicht schräger Vogel, der ihn nicht zu einer Klischeemasse erstarren lässt.
Am Ende holt den Film dann die Sentimentalität leider zu schnell ein, als man mehr über Vincent und seine Vorgeschichte erfährt… irgendwie ist es rührend, aber ich ertappte mich dabei, wie ich dachte: hast du dich ja wieder schön manipulieren lassen. Ich lasse das gerne mit mir machen, aber hier war es mir oft zu offensichtlich. So gerne ich Bill Murray sehe, etwas mehr Risiko, Abwechslung und weniger Formel hätte ich mir gewünscht.
6/10.


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