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Freddy's New Nightmare (1994)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 10.03.2007, seitdem 1154 Mal gelesen



Nachdem Rachel Talalay mit "Freddy's dead" den m. E. schwächsten Teil der Reihe abgeliefert hatte, kam mit "Freddy's new nightmare" von Wes Craven, der bekanntlich auch den ersten Film gedreht hatte, ein Film, der eigentlich gar nicht mehr einen wirklichen Teil der Reihe, sondern einen eigentümlichen Kommentar, eine seltsame Retrospektive mit einem gewissen Originalitätswert darstellt. Für Freunde der bisherigen Filme ist der Streifen sehenswert, da einige Leute, die damals vor oder hinter der Kamera am Werk waren, hier unter eigenem Namen auftreten. Da wäre vor allem Heather Langenkamp, die Hauptdarstellerin des Erstlings, die ein großes Plus des Films ausmacht, da sie wieder mal sehr überzeugend spielt und nicht zuletzt umwerfend aussieht. Ihr wurden noch ein Gatte und ein Sohn hinzugefügt, die aber beide fiktiv sind. Des weiteren haben John Saxon, der zu Beginn Nancys (Langenkamp) Vater spielte, Regisseur Wes Craven, Produzent Robert Shaye und natürlich auch Robert Englund ihre Auftritte.
Leider hat dieser Film ein großes Problem. Er hätte viel stärker auf Figuren wie Craven und Englund fokussiert werden müssen und hätte so das eigentlich interessante am Thema, nämlich das Ineinandergreifen von Fiktion und Realität am Beispiel einer mehrteiligen Filmreihe über Alpträume (es geht darum, dass auch Wes Craven und Robert Englund ihre Freddy-beeinflussten Alpträume haben, sich also aus der Filmreihe etwas in die Realität hinübergerettet hat), viel umfangreicher behandeln können. Leider wird dieses interessante Sujet nur verhältnismäßig kurz und oberflächlich bearbeitet, obwohl es die wirklich starken Momente und Dialoge des Films ermöglicht. Im Mittelpunkt steht leider der fiktive Sohn von Heather Langenkamp, der jetzt auch von Freddy Krueger träumt und die ganze Zeit nur schreit, zappelt und dummes Zeug anstellt, um dann regelmäßig von Mutti in die Arme genommen zu werden. Natürlich handelt es sich um ein sehr verwöhntes, verschlafen aussehendes Einzelkind, bei dessen hyperaktiv-psychopathischen und schauspielerisch nicht allzu ansprechenden Auftritten man sich gewisse altertümliche Erziehungsmethoden wieder herbeiwünscht. Der Vater des Knaben, der nicht allzu viel Leinwandpräsenz hat, ist reines Kanonenfutter und als Schauspieler schnell vergessen. Mit dem monoton dargebotenen Mutter-Sohn-Schmalz jedoch wird der ganze Film trotz seines eigentlich interessanten Potentials gnadenlos zugekleistert. Er hätte viel stärker werden können, wenn man die erfundene Kleinfamilie einfach weggelassen und den Schwerpunkt auf die Konstellation der realexistenten Personen gelegt hätte. So bleibt auch die interessante Geschichte mit Cravens neuem Drehbuch fragmentarisch und vermag nicht recht zu überzeugen. Immerhin gibt es ein reihentypisches, effektlastiges und optisch ansprechendes Finale und einen Freddy Krueger, der unmenschlich kalt-böse und damit auffällig an den des ersten Films angelehnt ist. Vielleicht ist dies auch Wes Cravens Kommentar zu einer Filmreihe, die seine Figur des Freddy immer weniger bedrohlich und mehr zum sprücheklopfenden Partykiller werden ließ.
Für Liebhaber der Filmreihe einen Blick wert, da die alten Hauptdarsteller Langenkamp und Saxon wieder einmal überzeugen können - wenn sie auch mit einer zerrissenen, teils kitschigen Handlung zu kämpfen haben.


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