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Creature - Die dunkle Macht der Finsternis (1985)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 19.02.2005, seitdem 1155 Mal gelesen



„Alien“- Ridley Scotts Klassiker von 1979 - zog aufgrund seines durchschlagenden Erfolgs zahlreiche mehr oder weniger schlechte Plagiate nach sich. So variiert „Creature“ selbige Story auch nur unwesentlich.

Hier geht es um 2 rivalisierende Raumfahrtunternehmen: das amerikanische NTI und das westdeutsche multinationale Unternehmen mit dem einfallsreichen Firmennamen RICHTER DYNAMICS. Beide suchen auf dem Titan nach Irgendetwas (was dem Zuschauer nicht wirklich offenbart wird). Als ein Trupp der NTI gestorben ist, wird eine Einheit aus 6 Leuten losgeschickt, um die Geschehnisse zu untersuchen. Natürlich werden sie dabei in tödlicher Art von einem aufgeweckten Alien belästigt…
Im Unterschied zu „Alien“ dezimieren sich die Astronauten hier auch gegenseitig, da sich die Viecher der Gehirne der Crew bemächtigen.

Auch –im Gegensatz zu „Alien“- stehen hier kein subtiler Spannungsaufbau im Vordergrund und schauspielerische Glanzleistungen geschweige denn eine klaustrophobische Atmosphäre sondern platte Dialoge, heftige Splatter- und Gore-Effekte und veritables Schmierentheater. Aus der Besetzung sticht lediglich Egomane Klaus Kinski als schmieriger deutscher Astronaut Rudi Hofner (!) heraus, der den Film mit seiner Anwesenheit aufzuwerten versucht. Leider spielt er nur eine halbe Stunde mit.
Special-Effects sind durchaus vorhanden und auch ok, allerdings hätte man sich eine etwas straffere Inszenierung gewünscht, welche von den offensichtlichen filmischen Mängeln abgelenkt hätte. Obwohl ich nur im Besitz der verstümmelten RTL 2-Fassung von 1998 bin (mit der genialen deutschen Übersetzung des Titels „Creature“ in „Die dunkle Macht der Finsternis“), kann man sich doch nicht über den akzeptablen Splatter-Anteil beschweren, auch wenn hier die zahlreichen Schnitte deutlich auffallen. Langeweile stellt sich nur selten ein, wenn dann aber richtig. Das Ende ist extrem überkonstruiert (2 Pseudo-Showdowns) und zieht den Film auf eine abendfüllende Länge.

Für SF-Horror-Fans ist das akzeptable Genre-Kost der trashigen Art für den kurzweiligen Samstag Nachmittag und keine reine Zeitverschwendung, für Cineasten nur ein weiterer mittelprächtiger „Alien“-Abklatsch mit einem Edel-Mimen.
Einzig Klaus Kinski und die gelungenen Effekte heben den Film über den Genre-Durchschnitt, deswegen vergebe ich „blutrünstige“ aber knappe 6 von 10 Punkten.


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