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Tochter des Teufels, Die (2015)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 12.01.2018, seitdem 104 Mal gelesen



Osgood Robert Perkins feierte sein Schauspieldebüt an der Seite seines Vaters Anthony in „Psycho II“ mit einem Miniauftritt. Nach einer überschaubaren Zahl an mehr oder minder austauschbaren Rollen nahm Perkins nun erstmals auf dem Regiestuhl Platz und schrieb auch das Drehbuch. Herausgekommen ist ein Horrordrama, welches mehr als nur Geduld erfordert.

Die Bramford-Schule, ein katholisches Mädcheninternat: Pünktlich zu den Winterferien verlassen alle das Gelände, nur die Schülerinnen Kat (Kiernan Shipka) und Rose (Lucy Boynton) bleiben, weil ihre Eltern den Abholtermin verpeilten. Derweil befindet sich Joan (Emma Roberts) auf der Flucht aus der Psychiatrie und wird von einem hilfsbereiten Ehepaar (James Remar und Lauren Holly) aufgelesen. Auch ihr Weg führt Richtung Bramford…

Die Erzählung, die den alternativen Titel „February“ trägt, widmet sich den drei Hauptfiguren kapitelartig. Dabei geht Perkins keineswegs chronologisch vor, denn einige Inserts zeugen von Visionen oder bösen Erinnerungen, es kommt zu Zeitsprüngen und Parallelhandlungen, wobei dermaßen bedächtig vorgegangen wird, dass es schwer fällt, das Gehirn auf Trab und die Augen offen zu halten.

Zweifelsohne vermag Perkins eine latent bedrohliche, unwirkliche Atmosphäre zu erzeugen, welche durch die Abgeschiedenheit des leicht eingeschneiten Internats verstärkt wird und auch die Dialoge fallen recht spärlich aus. Zudem fungiert der experimentell angehauchte Score mit tiefen Klangteppichen und entfremdeten Perkussionsklängen als effektive Unterstützung der surrealen Atmosphäre. Doch er liefert dabei wenig, mit dem sich arbeiten lässt.

Auf der anderen Seite ist der eigentliche Twist bereits zur Halbzeit aufgeflogen, da einige Hinweise ein wenig zu deutlich eingestreut werden. Ab da wird zwar weiterhin Verwirrung gestiftet, doch außer einigen gelungenen, manchmal reichlich statischen Kameraperspektiven und dem soliden Schauspiel aller Akteurinnen kommt nicht viel herum, wodurch sich ein typisches Beispiel von Style over Substance ergibt.

Wenig Horror, wenig Blutvergießen, wenig Tempo, aber auch wenig Story.
Das Debüt von Perkins krankt an einer lethargischen Herangehensweise, obgleich die taugliche Grundidee anderweitig ausbaufähig gewesen wäre. Einzig die teils dichte, zeitweilig alptraumhafte Atmosphäre vermag zu punkten, der Rest ist Arthaus-Horror auf inhaltlich simplem Niveau.
4,5 von 10


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