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Pay the Ghost (2015)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 19.04.2016, seitdem 762 Mal gelesen



Mal wieder geht es um eine urbane keltische Legende, die erst in den USA zu einer solchen wurde und erneut spielt Nicholas Cage einen Professor, der einmal mehr seinen Nachwuchs sucht. Regisseur Uli Edel wei├č zumindest, wie das Genre funktioniert, auch wenn es zwischenzeitlich m├Ąchtig haneb├╝chen zugeht.

An Halloween besucht Mike (Nicholas Cage) mit seinem siebenj├Ąhrigen Sohn Charlie ein Stra├čenfest. Nach einem Moment der Unachtsamkeit ist Charlie spurlos verschwunden. Knapp ein Jahr nach dem Verschwinden h├Ąufen sich Hinweise, dass noch weitere Kinder am 31.Oktober als vermisst gemeldet wurden. Mike bleibt nur wenig Zeit, der Spur zu einer Zwischenwelt zu folgen...

Nach einem Vortrag ├╝ber den Erlk├Ânig geht es direkt ├╝ber zu Halloween und den damit verbundenen dunklen Vorzeichen wie einer d├╝steren Gestalt am Fenster und computeranimierten Aasgeiern, welche teilweise wie Zeichentrickfiguren r├╝berkommen.
Cage ist immerhin in seinem Element, indem er den engagiert suchenden Vater mimt, der anbei fast seine Ehe zerlegt und sich zwischenzeitlich mit dem ermittelnden Cop anlegt.
Dennoch sch├╝rt seine Figur gen├╝gend Empathie, um dauerhaft am Ball zu bleiben.

Was folgt, sind die ├╝blichen Abl├Ąufe, bis endlich beide Elternteile einsehen, dass hier etwas ├ťbernat├╝rliches im Spiel ist. Sp├Ątestens, als ein blinder Obdachloser auf die titelgebenden Schriftz├╝ge verweist und ein Medium wie von Geisterh├Ąnden durch den Raum geschleudert wird, lassen die rationalen Erkl├Ąrungsversuche merklich nach, wobei die Obduktion einer halb verbrannten Leiche sogar Blut flie├čen l├Ąsst und Passagiere massenweise im Linienbus stehen, obgleich noch einige Sitzpl├Ątze frei sind. Auch die Regeln der Kinder im Zwischenreich scheinen je nach Gusto zu variieren.

Cage ist jedoch ordentlich bei der Sache und tr├Ągt die simple Handlung locker und angenehm zur├╝ckhaltend, w├Ąhrend eine Veronica Ferres in einer Nebenrolle erstaunlich bodenst├Ąndig bleibt. Gut sind Lyriq Bent als Cop und Stephen McHattie als Blinder mit paranormalen Wissen, nur Sarah Wayne Callies bleibt als Ehefrau ein wenig blass.
Gleiches gilt f├╝r den Score, von dem rein gar keine Passage h├Ąngen bleibt.

Das d├╝rfte dem Gesamtwerk auf kurz oder lang auch so ergehen, denn trotz des passablen Unterhaltungswerts bleiben die Schockmomente ├╝berwiegend austauschbar und obgleich solider Ausstattung zum Finale kommen die Effekte nur selten ├╝ber TV-Niveau hinaus.
Das Tempo geht ├╝ber die Laufzeit von 94 Minuten in Ordnung, doch am Ende pr├Ąsentiert uns Edel nicht mehr, als einen halbwegs kurzweiligen Mystery-Thriller, dem es letztlich an Raffinesse mangelt.
5,5 von 10


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