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Krampus (2015)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 05.03.2016, seitdem 1266 Mal gelesen



Regisseur Michael Dougherty scheint ein Faible für bestimmte Feiertage zu haben, denn sein Debüt "Trick 'r Treat" zollt Halloween Tribut und "Krampus" geht auf den eigentlich deutschen Brauch zurück, dass sich jene dämonische Gestalt alle unartigen Kinder in der Nacht zu Nikolaus schnappt. Und erneut punktet sein Werk durch eine sehr dichte Atmosphäre.

Es ist Weihnachten und Familie Engel erhält Besuch von der achtköpfigen Verwandtschaft, was rasch Zank und Streitereien hervorruft. Als ein Schneesturm aufzieht und der Strom ausfällt, Tochter Beth nur eben ein paar Häuser weiter nach dem Nachbarn sehen will und nach einer Stunde nicht zurückkehrt, geraten die vorherigen Konflikte in Vergessenheit...

Allein die ersten Minuten während der Credits bringen die Kritik am Konsumverhalten um die Weihnachtszeit auf den Punkt, denn in Zeitlupe sieht man sich prügelnde Menschen, Streit um besondere Waren und Sohnemann Max, der sich gegen Mitschüler wehren muss.
Daheim freut sich niemand auf den anstehenden Besuch, nur Max ist mit dem Brief an den Weihnachtsmann beschäftigt. Das familiäre Beisammensein erinnert phasenweise an "Schöne Bescherung", während es danach in Richtung "Gremlins" tendiert.

Denn nach einer knappen halben Stunde taucht der Titelgebende erstmals auf und fortan wird es meistens düster bis unheimlich, obgleich einige garstige Puppen als Trash durchgehen und ein wenig so aussehen, als hätte Charles Band einen guten Tag erwischt. Lebekuchenmänner feuern eine Nagelpistole ab, Roboter verbeißen sich auf dem Rücken, Clowns fressen dicke Kinder und böse Teddys verbeißen sich im Nacken. Zuweilen geht es turbulent zu und obgleich eigentlich kein Blut fließt, werden einige Puppenköpfe demoliert.

Dazwischen gibt es eine optisch auffällige Rückblende, welche als liebevolle Puppenanimation gehalten ist und einige Hintergründe vom Krampus erläutert, bevor es im letzten Drittel noch einmal chaotisch zugeht und das Ende mit doppeltem Boden ein wenig Interpretationsfreiraum lässt.

Darstellerisch sticht vor allem Krista Stadler ins Auge, welche als Omi mit österreichischem Akzent augenscheinlich ein Geheimnis hütet. Die übrigen Mimen sind treffend besetzt und performen brauchbar bis solide. Gut gelungen ist auch der Score, welche mit voller orchestraler Wucht ein ums andere Mal das Tempo untermauert, während eine Handvoll weihnachtlicher Klänge nicht zu kurz kommt.

Für Freunde altmodischer Horrorkost bietet der Streifen Unterhaltung von A bis Z, mit starken atmosphärischen Momenten innerhalb einer düsteren Grundstimmung, eine gesunde Portion schwarzen Humor und kreative Monster und Mutanten, einschließlich eines eindrucksvoll gestalteten Krampus, welcher auch von Jim Henson stammen könnte.
Super für Weihnachtshasser, auch nicht schlecht für Fans winterlicher Endzeitstimmung.
Knapp
8 von 10


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