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Seekers (2016)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 06.04.2016, seitdem 365 Mal gelesen



Geocaching, die moderne Form der Schnitzeljagd, ist im Grunde eine spannende und manchmal abenteuerliche Angelegenheit, die in einer Gruppe jede Menge Spaß bereitet.
Regisseur Michael Effenberger hÀtte vielleicht besser die komplette Handlung auf dieser Basis ablaufen lassen sollen, denn aus der Grundidee holt er enttÀuschend wenig heraus.

Die fĂŒnf Freunde Mike, Sarah, George, Eileen und Martin reisen nach Polen, um mit einigen Kameras Erfolge beim Geocaching zu dokumentieren. ZunĂ€chst ist ihr Abenteuer von Erfolg gekrönt, doch angekommen in einem verwaisten Hotel mitten im Wald holt die Gruppe bald die Vorgeschichte des GebĂ€udes ein...

Mit der Mischung aus "Blair Witch Projekt" und "Paranormal Activity" setzt Effenberger einzig und allein auf Found Footage, wobei die Wackelkameras phasenweise gnadenlos in Bewegung sind und das in oftmals ziemlich dĂŒsterer Umgebung. Bevor es jedoch nach Polen geht, verbringt die Gruppe eine Weile im VergnĂŒgungspark, was als CharaktereinfĂŒhrung nicht sonderlich zieht. Die Figuren kommen gĂ€nzlich austauschbar und oberflĂ€chlich daher, wobei die hölzern vorgetragenen Dialoge nicht gerade zur AuthentizitĂ€t beitragen.

Das Geocaching selbst gerĂ€t fĂŒr einige Momente interessant und die trĂŒbe Grundstimmung im Hotel ist schon allein aufgrund des Ambientes gelungen. Nur leider wird zu wenig aus dem Sujet herausgeholt, denn es dauert weit ĂŒber eine Stunde, bis sich ĂŒberhaupt mal etwas ErwĂ€hnenswertes ereignet.

Mehr als ein paar verzerrte Fratzen sind es letztlich auch nicht, die Vorgeschichte liefert lediglich das Schicksal eines gefolterten Kindes aufgrund religiös fanatischer Eltern und gegen Ende kommt es zu FÀllen von Besessenheit, was jedoch durch nichts erklÀrt wird.
Die letzten Momente geraten zwar einigermaßen stimmungsvoll, doch so etwas wie eine Pointe sollte man nicht erwarten.

Mal abgesehen von einigen völlig verwackelten Szenen geht die KamerafĂŒhrung ansonsten in Ordnung und wirkt weitgehend glaubhaft, was auch fĂŒr die meisten Handlungen der Protagonisten zutrifft. Die Sounduntermalung ist okay, doch die Abmischung teilweise unter aller Kanone, da vor allem die Stimmen sehr unterschiedlich laut abgemischt wurden und bei der Nachvertonung offenbar einiges daneben ging.

Wer jetzt nicht der eingefleischte Fan von Found Footage ist, muss sich das wenig inspirierte Teil nicht unbedingt geben, denn all das hat man bereits intensiver, kreativer und spannender erlebt. Das Interieur des heruntergekommenen GebÀudes kaschiert zwar ein wenig, allerdings nicht die vorherrschende Ideenlosigkeit des Drehbuchs.
Letztlich nicht vom Cover tÀuschen lassen, denn mit einem Monster mit langen Krallen hat die vorliegende Angelegenheit rein gar nichts zu tun.
3,5 von 10


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